Wir wagen es, zu fragen: Wie lebte es sich so als Heilige, Mystikerin und Medizinerin zugleich? Und das alles im Mittelalter? Liebe Hildegard von Bingen, Sie legten den Grundstein für eine ganzheitliche Medizin. Dafür propagierten Sie eine bestimmte Ernährungsweise. Wie sahen Ihre Ernährungsgrundsätze denn genau aus?
Montag, 24.07.2017
Studiert habe ich nie. Und als ungebildete Frau weiss ich nur, was ich sehe. Visionen, die ich bereits als Kind hatte, zeigten mir immer wieder Bruchteile vom gesunden Leben des Menschen. Daraus entwickelte ich meine Lebensregeln, die den ganzen Menschen umfassen und ihn in die Mitte stellen. Die Grundlage der ganzheitlichen Heilung selbst teile ich in vier Bereiche: Göttlicher Bereich, kosmischer Bereich, seelischer Bereich, körperlicher Bereich.

Meine wichtigsten Ernährungsgrundsätze für den Körperlichen Bereich sind:
Mein wichtigstes Lebensmittel ist der Dinkel, am besten ist Urdinkel. Er ist warm, fett, milder als andere Getreidearten, kräftigt den, der ihn isst, sättigt gut, hilft bei Stimmungsschwankungen und chronischen Beschwerden.
Für eine Dinkelsuppe bräune man in 1-2 Löffel Butter einen Esslöffel Dinkelmehl. Danach gebe man einen Viertelliter Wasser oder Fencheltee hinzu, eine Prise Salz, Kräuter nach Belieben und Saison. Dies alles lasse man 10 Minuten köcheln. Ab und zu umrühren.