Was arbeiten wir in Zukunft? Irina Studhalter und Rudolf Strahm treffen im Generationentalk aufeinander

Ihre Antwort auf die Zukunft der Arbeit ist das Bedingunglose Grundeinkommen – er ist da skeptisch. Irina Studhalter und Rudolf Strahm debattieren im Generationentalk über die Zukunft der Arbeit, die Digitalisierung und ihren heimlichen Traumberuf.

Moderation: Elias Rüegsegger, Technik: Samuel Müller, Bilder: Jana Daepp

Heisst es bald: Mensch gegen Maschine? Verlieren immer mehr Menschen ihre Stelle? Verschwinden bald ganze Berufsfelder? Oder warten ganz neue kreative Berufe auf uns? Was bringt die Zukunft der Arbeit? Über diese Fragen diskutieren im Generationentalk die Politikerin und Engagierte für das bedingungslose Grundeinkommen Irina Studhalter (24) und der renomierte Ökonom Rudolf Strahm (74).

Im Generationentalk: Irina Studhalter und Rudolf Strahm. – Bild: Jana Daepp
Stösst auf Interesse: Das Gespräch zur Zukunft der Arbeit in der CaféBar. – Bild: Jana Daepp

Die CaféBar ist an diesem Mittwochabend Ende März gut gefüllt – das Interesse des Publikums zeigt sich auch nach dem 30-minütigen Talk bei der Fragerunde. Der Generationentalk wurde erstmals auch via Facebook-Livestream übertragen. Auch die kommenden Talks können so live mitverfolgt werden.

Irina Stuhalter beim Vorgespräch mit Rudolf Strahm. – Bild: Jana Daepp

Beim Vorgespräch tauschen sich Irina Studhalter und Rudolf Strahm über ihr Alter aus – ja, es liegen tatsächlich 50 Jahre zwischen ihnen. Schon bald debattieren sie über das bedingungslose Grundeinkommen, bei dem sie sich so ganz und gar nicht einig sind. Irina Studhalter setzt sich trotz der Ablehnung an der Urne im Jahr 2016 immer noch für das Grundeinkommen ein. Rudolf Strahm, der die Initiative bekämpft hat, schüttelt den Kopf: «Das ist eine elitäre Idee». Künstler könnten damit vielleicht umgehen. Aber für eine breie Bevölkerung sei ein Grundeinkommen schädlich. Die 24-jährige Junge Grüne entgegnet: «Es geht doch darum, was wir unter Arbeit verstehen wollen – es geht nicht nur um Geld.»

Die Debatte wird sogleich auch auf der Bühne weitergeführt.

Um Punkt 19 Uhr geht’s los: Irina Studhalter und Rudolf Strahm betreten die CaféBar. – Bild: Jana Daepp
Bild: Jana Daepp

Zu Beginn des Gesprächs blicken die beiden Gäste in die Vergangenheit. Rudolf Strahm berichtet von seiner Laborantenlehre und Irina Studhalter sagt, warum aus ihr keine Optikerin, sondern eine Studentin der Politikwissenschaften geworden ist.

Sorgen bereiten ihm die immer höheren Anforderungen im Arbeitsmarkt – gerade an Menschen, die über 50 Jahre alt sind: Rudolf Strahm. – Bild: Jana Daepp
Will einen neuen Begriff von «Arbeit» prägen: Irina Studhalter. – Bild: Jana Daepp
Mit Moderator Elias Rüegsegger: Irina Studhalter und Rudolf Strahm. – Bild: Jana Daepp

Irina Studhalter: Sie bleibt nicht ruhig

Irina Studhalter im Generationentalk. – Bild: Jana Daepp

Irina Studhalter (24) ist für die Jungen Grünen im Parlament der Stadt Luzern. Sie engagiert sich für ein

Was arbeiten wir in Zukunft? Irina Studhalter und Rudolf Strahm treffen im Generationentalk aufeinander

bedingungsloses Grundeinkommen und gegen Hass im Internet. Sie arbeitet für die Organisation «Dein Grundeinkommen» und beim Luzerner Radio 3fach. Studhalter wurde schon in ihrer Familie politisiert. Über sich selber sagt sie: «Ich kann schlecht ruhig bleiben». Im Gymnasium schrieb sie eine Maturaarbeit zur Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Politik. Nach dem Gymnasium reizte sie das Studium der Politologie.  Mit 21 Jahren kandidierte sie für den Regierungsrat des Kantons Luzern.

Rudolf Strahm: Engagiert – auch als Grossvater

Rudolf Strahm im Generationentalk. – Bild: Jana Daepp

Rudolf Strahm (74) ist Ökonom und war eidgenössischer Preisüberwacher. Er sass für die SP im Nationalrat und war lange in der wirtschaftspolitischen Kommission, später auch in der Bildungskommission des Parlaments. Auch nach seiner Pensionierung schreibt Strahm Bücher zu wirtschaftspolitischen Themen, er ist ein gefragter Referent. Rudolf Strahm hat zwei Grosskinder, die er auch regelmässig hütet. Er machte nach seiner Schulzeit eine Laborantenlehre, später studierte er Chemie und Volkswirtschaft.

Bild: Jana Daepp

Der Talk wurde erstmals via Facebook-Livestream übertragen. Über 800 Menschen haben sich während des Talks reingeklickt und einen Teil mitgeschaut. Auch für die nächsten Talks wird eine Live-Übertragung vorbereitet.


Und im nächsten Generationentalk: Frauenbewegung früher und heute

Mittwoch, 25. April 2018 – CaféBar im Berner Generationenhaus
Eröffnung der CaféBar, Start Generationentalk: 19 Uhr

Anne-Sophie Keller (28) ist Feministin und Journalistin. Sie schrieb ein Buch über Iris von Roten. Und ist seit acht Jahren als Journalistin in Zürich tätig.

Joy Matter (82) engagierte sich in der Frauenbewegung. Und als Politikerin war sie von 1989 bis 1996 Gemeinderätin der Stadt Bern.


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