Erfolgreiches Angebot für SeniorInnen mit Handy-Problemen

Erstmals ergänzte «und» das Generationentandem das Repair Café mit Hilfe zu technischen Geräten – ein Angebot, das Anklang fand. Insbesondere älteren Besucher konnte das junge Team bei so einigen Rätseln helfen. Ein Rückblick in Bildern.

Bilder: Noemi Porfido / Text: Annina Reusser

Erstmals Technik-Beratung im Repair Café. Zahlreiche Senioren kamen mit Fragen zu Smartphone, Tablet und Laptop zu unseren jungen HelferInnen. – Bild: Noemi Porfido

«Warum konnte ich die Handy-Fotos nicht alle auf den Computer laden?», «Wie kann ich ein Handy-Foto per Mail verschicken?» oder «Wie installiere ich Apps auf meinem Tablet?» lauteten die Fragen, mit denen interessierte SeniorInnen am Samstag ins Thuner Rathaus kamen. Zum ersten Mal ergänzte ein junges Team von «und» das Generationentandem das Repair-Café – nicht mit Reparaturen, sondern Beratungen rund um Smartphone, Tablet und Laptop. Das Angebot wurde rege genutzt.

«Es macht Spass, ist aber auch eine Herausforderung für uns Junge, je nachdem, welche Fragen die Senioren stellen», sagt Julian Seidl, einer der fünf jungen Helfer. Er behandelte den ganzen Tag Fragen von älteren Menschen und konnte praktisch allen weiterhelfen. Die «digital natives» fügten sich passend ins sonstige Angebot im Rathaus ein. Handwerkprofis aus allen Sparten kümmerten sich um die Anliegen der BesucherInnen. Regenschirme, Lederjacken oder Kaffeemaschine reparieren, zersprungene Handy-Displays ersetzen oder Staubsauger wiederbeleben gehörte zu ihren Aufgaben.

Die freiwilligen Flick-Profis im Repair Café können fast alles reparieren. – Bild: Noemi Porfido

Technik-Beratung ist gefragt

Die Arbeit der Repair-Café-Helfer ist ehrenamtlich. Die Besucher bezahlen höchstens die verwendeten Ersatzteile. Was sie zusätzlich freiwillig ins Kässeli legen, kommt dem Verein zugute. Mit Kaffee und Kuchen verköstigen konnten sich alle, die einen Moment auf einen freien Helfer warten mussten oder mit Bekannten plauderten. Auch da konnten sie anstelle eines fixen Preises etwas in ein Kässeli legen.

Um Handy- und Computer-Reparaturen kümmerte sich am Repair Café bisher einzig Jiri Leva, beruflich Informatiker. An früheren Repair-Cafés kamen die Leute mit Technik-Schwierigkeiten alle zu ihm und mussten teilweise lange auf ihre Beratung warten. «Es ist toll und sehr entlastend, dass «und» das Generationentandem heute hier ist», sagt Leva. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen an diesem Tag war für alle Seiten bereichernd.


«und» das Generationentandem sieht längerfristig vor, ein regelmässiges Angebot zu lancieren. Wenn das Interesse dazu besteht, könnte ein Technik-Kaffee ab Anfang 2018  regelmässig stattfinden. Falls Sie einen Tipp haben, woran wir bei einem solchen Angebot noch denken müssen, teilen Sie uns dies bitte mit.

E-Mails einrichten, verstehen, wie der Browser funktioniert und vieles mehr: eine ältere Besucherin hatte gleich eine Reihe von Fragen. – Bild: Noemi Porfido
Oft notieren sich die SeniorInnen das Vorgehen mit dem Smartphone gleich von Hand. – Bild: Noemi Porfido
Whatsapp, SMS, MMS verschicken: die Jungen HelferInnen konnten bei zahlreichen Fragen helfen. – Bild: Noemi Porfido
Zugverbindungen herausfinden und Tickets kaufen: kein seltenes Anliegen der SeniorInnen. – Bild: Noemi Porfido
Die Technik-Hilfe kostete nur, was die BesucherInnen freiwillig in die Kollekte legten. – Bild: Noemi Porfido
Was wir im Repair-Café tun, teilen wir auch auf Social Media. – Bild: Noemi Porfido
Im Repair Café kann man fast alles flicken lassen, und es kostet nichts. – Bild: Noemi Porfido
Flicken können wir kaputte Handys nicht – dafür sind Reparier-Profis vor Ort. – Bild: Noemi Porfido
Bild: Noemi Porfido
Bild: Noemi Porfido

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