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Politpodium: «Lex Netflix» Schweiz & Europa first?

Bringt uns die «Lex Netflix» eine staatlich verordnete Quote für Schweizer und europäische Filme? Sorgt sie dafür, dass grosse Konzerne einen Teil ihrer hier gewonnen Wertschöpfung einheimischem Schaffen zufliessen lassen? Wir diskutieren am Politpodium mit ExpertInnen.

Wann?


Wo?

Bistro, Gymnasium Thun, Standort Schadau, Seestrasse 66, 3604 Thun

Das neue «Bundesgesetz über Filmproduktion und Filmkultur» sorgt für Furore. Die Jungfreisinnigen haben gemeinsam mit der jungen SVP und der jungen GLP erfolgreich das Referendum ergriffen. Die «Lex Netflix» kommt am 15. Mai zur Abstimmung.

Was will die «Lex Netflix»?

  • Streaming Plattformen wie Netflix oder Disney sollen künftig 4 Prozent ihrer in der Schweiz erzielten Einnahmen für Schweizer Produktionen abgeben.
  • 30 Prozent der Plattform-Filme sollen europäische Produktionen sein und als solche speziell gekennzeichnet werden. 

Wir fragen: 

Führt dieses Gesetz zu einer staatlich verordneten Quote für Schweizer und europäische Filme auf den Streaming Plattformen? Werden wir somit bevormundet und müssen gar auf Filme aus anderen Kontinenten verzichten? Dies, obwohl die uns vielleicht mehr interessieren?

Oder unterstützen wir mit der «Lex Netflix» einheimisches Schaffen und sorgen dafür, dass ein Teil der Wertschöpfung ans Schweizer Filmschaffen zurückfliesst? Dürfen wir uns also künftig auf mehr Schweizer Filme und Serien freuen?

Teurere Streaming-Abos? Werden die Streamingdienste die geforderten Investitionen von 4 Prozent automatisch an ihre Kunden überwälzen? Oder sehen wir es als längst fällige Investitionspflicht der Konzerne, die in anderen Ländern bereits üblich ist. Die Abopreise: Die werden steigen – so oder so.

Das Podium

  • Regula Rytz (60), ist Nationalrätin (Grüne) und für das neue Filmgesetz.
  • Tobias Vögeli (26) ist co-Präsident der Jungen Grünliberalen Schweiz und engagiert sich im Referendumskomitee gegen das Filmgesetz
  • Barbara Miller (52) ist Regisseurin (#Female Pleasure), Juristin und Präsidentin des Verbands Filmregie und Drehbuch Schweiz ARF/FDS.
  • Anne-Peigné de Beaucé (35), Geschäftsführerin vom VSPF (Verband Schweizer Privatfernsehen).

Moderation: Luc Marolf (17)

Politpodien von «und»: Brisant, kontrovers und fair

«und» das Generationentandem lanciert vor eidgenössischen Abstimmungen politische Debatten für Menschen aller Generationen. Nationale Persönlichkeiten verschiedenster politischer Couleur treffen aufeinander – moderiert und organisiert durch unsere freiwillig Engagierten. «So fördern wir den Dialog der Generationen zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen», erklärt der Initiant und Geschäftsleiter von «und» das Generationentandem, Elias Rüegsegger.

Partizipativ, digital und innovativ – so lassen sich die Podien beschreiben: Das Publikum bringt sich via Mentimeter in die Diskussion mit ein. Via Livestream können ZuschauerInnen aus der ganzen Welt teilhaben. Die Podien stehen später als Video- und Audiopodcast auf den verschiedenen Plattformen zum Nachhören bereit

Partizipativ, digital und innovativ: Die Politpodien von «und» das Generationentandem. – Bild: Fabian Corpataux