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Trinkwasserinitiative: Selbstverständlich oder radikal?

Am 13. Juni steht nicht weniger zur Debatte, als das Recht auf sauberes Trinkwasser, sowie die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft. Das Politpodium mit der Initiantin Franziska Herren, der Bio-Bäuerin Regina Fuhrer-Wyss, Junglandwirt Michael Gilgen und Bauernverband Direktor Martin Rufer.

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Am 13. Juni stimmt das Schweizer Stimmvolk über die Frage ab, ob LandwirtInnen auch künftig Direktzahlungen des Bundes erhalten sollen, obwohl sie regelmässig oder vorbeugend Antibiotika einsetzen, mit Pestiziden produzieren oder ihre Tiere mit Futter ernähren, das sie nicht selber produziert haben,  Zur Debatte steht nichts weniger als das Recht auf sauberes Trinkwasser, sowie die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft. Wir freuen uns auf ein spannendes Podium am 2. Juni 2021 um 19.00

Auf dem Podium

  • Franziska Herren (54) ist Mitinitiantin der Initiative und Präsidentin des Verein Sauberes für All
  • Regina Fuhrer Wyss (62) ist Bio Bäuerin und politisiert für die SP Schweiz.
    Martin Rufer (44) hat an der ETH Agronomie studiert und ist seit 2020 Direktor des Schweizer Bauernverbandes.
  • Michael Gilgen (22) ist Landwirt und angehender Agrotechniker und führt mit seinem Bruder einen Landwirtschaftsbetrieb in Oberwangen.

Moderation: Lara Thurnherr


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Diskussionen über die Unterstützung oder Regulierung der Schweizer Landwirtschaft sind oft heikel und emotional aufgeladen. Das macht sie aber nicht weniger wichtig. Gerade nach dem Abbruch der Beratungen im Parlament über die Agrarreform 2022 in der Frühlingssession bieten sowohl die Trinkwasserinitiative, als auch die Pestizidinitiative eine Gelegenheit, darüber zu sprechen, was wir von unserer Landwirtschaft erwarten und wie viel sie uns wert ist. Aus vielen Köpfen ist nämlich das romantische Bild der Kuh auf dem Feld mittlerweile verschwunden und einem von Umweltverschmutzung und Massentierhaltung gewichen. Andere sehen in der Schweizer Landwirtschaft eine historische, identitätsspendende Institution, die die Selbstversorgung der Schweiz auch in Zukunft sichert und unter zu starken Umweltrichtlinien zerstört wird. 

Die Trinkwasserinitiative bietet aber nicht nur eine Gelegenheit, über die Landwirtschaft im Allgemeinen zu sprechen, sondern auch konkrete Vorschläge, welche Betriebe der Bund in Zukunft noch unterstützen soll. Die Initianten finden, nur noch jene Bauern und Bäuerinnen sollen Direktzahlungen erhalten, die in der Tierhaltung weder vorbeugend noch regelmässig Antibiotika einsetzen, ihre Tiere ausschliesslich mit Futter ernähren, das sie selber produzieren und ihre Betriebe pestizidfrei betreiben.  Diese Tätigkeiten hätten alle negative Einflüsse auf unser Trinkwasser: Wenn das Trinkwasser schon von Antibiotika, Pestizide und Ammoniak  verschmutzt wird, dann soll das wenigstens nicht auch noch vom Steuerzahler finanziert werden.

Der Schweizer Bauernverband, Bio Suisse, sowie die Mehrheit von Bundesrat und Parlament halten die Initiative für unvernünftig. Die inländische Lebensmittelproduktion würde damit gesenkt, Umweltbelastungen würden ins Ausland verlagert und ausserdem sei Schweizer Trinkwasser sei problemlos trinkbar. Der Schutz des Trinkwassers könne zwar noch weiter verbessert werden, die Initiative ginge aber zu weit.

Die Politpodien von «und» das Generationentandem

«und» das Generationentandem lanciert vor eidgenössischen Abstimmungen Politpodien.

Diese Veranstaltung findet ausschliesslich digital statt. Sie kann digital via Livestream (www.generationentandem.ch oder auf der Facebookseite) verfolgt werden. Das Publikum via Livestream hat die Gelegenheit Fragen zu stellen.

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