58. Ausgabe, Sommer 2026 – Schwerpunkt: rollen / Rollen
«So viele verschiedene Rollen zu haben ist Fluch und Segen zugleich» – der Satz könnte einer Schauspielerin gehören, doch sprechen ihn jeden Tag Menschen aus diversen Berufen aus. Denn Rollen gibt es nicht nur im Theater.
Ein Beispiel: Die Tochter meiner Mutter, die Ehefrau meines Mannes, die Dozentin meiner Studierenden, die Nutzerin meiner Laufschuhe und die Freiwillige bei UND Generationentandem sind nicht dieselbe Person. Ich muss alle diese Ich-s unter einen Hut bringen und je nach Zeit und Kontext eine unterschiedliche Version meiner selbst aufrufen können. Dass das nicht immer einwandfrei funktioniert und manchmal anstrengend ist, weiss bestimmt jede und jeder aus eigener Erfahrung.
Doch nicht nur Menschen haben Rollen! Täglich rollen durch die Schweiz hunderttausende Autos, Busse, Züge, Velos, Töfflis, Kinderwagen und Rollstühle. Sie haben es einfacher – das ist tatsächlich ihre Hauptrolle.
Wie hält man seine verschiedenen Rollen auseinander? Was passiert, wenn sich unsere Rollen verändern oder in Konflikt zueinander geraten? Wie spielt man eine Rolle vor, die nicht die eigene ist? Wohin lässt man sich am besten mit dem Zug hinrollen und wer kümmert sich darum, dass Rollstühle einwandfrei rollen? Mit diesen und viele anderen Fragen beschäftigt sich die Sommerausgabe des Magazins von UND Generationentandem.