Wem wichtelst du? Die schönsten Schenk-Geschichten aus der Coronazeit

Wichteln gehört für viele zu Weihnachten dazu. So auch für einige Mitglieder von «und» das Generationentandem. Wir sammeln die Geschichten rund ums Schenken und Beschenktwerden. Wie wichtelst du? Erzähle uns deine Geschichte.

Die Zeiten sind dunkel und irgendwie verrückt. Wir können uns nicht treffen und gemeinsam etwas tun. Mit einem Wichteln will «und» das Generationentandem Gegensteuer geben und trotz allem Kontakte pflegen. «Das Wichteln macht Freude, sorgt für Überraschungen und ermöglicht Einzelkontakte», sagt die Organisatorin Dora Kaiser vom Live-Team.

In diesem Blog werden Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Wichteln erzählt und mit Bildern dokumentiert. Damit können alle «und»is an den verschiedenen Wichtelfreuden teilhaben. Und wenn du mit einer anderen Gruppe gewichtelt hast, kannst du deine Erfahrungen hier auch teilen.

Schicke deinen Text, dein Bild, deine Geschichte an Dora Kaiser: wichteln@generationentandem.ch

Güezidose

Anne-Marie Straubhaar: Letzte Woche habe ich meinen Milchkasten geöffnet und, welche Freude, eine «Güezidose» mit selbstgemachtem Weihnachtsgebäck strahlte mir entgegen! Dabei war ein sehr netter Brief von meinem Wichtel. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Leider hat das wunderbare Geschenk nicht lange überlebt. 😏  Danke lieber Wichtel!

Auf dem Weihnachtsweg

Rita Aeschlimann (71): Walter Winkler und ich trafen uns zu einem Wichtel-Spaziergang. Mit öV ging es nach Heiligenschwendi, wo wir uns nach dem Weihnachtsweg von der wunderschönen Umgebung hoch über dem Thunersee, von Fotosujets, Lust und Laune leiten liessen. Schliesslich wurde aus der Wichtelei ein gemütlicher Überraschungstag, von dem wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit inspiriert und auch müde zurückkehrten.

Stern und Wanderung

Edith Hutzli: Am Donnerstagnachmittag haben Marianne Senn – mein Wichtel – und ich eine kleine Wanderung oberhalb Goldiwil unternommen. Anschliessend habe ich ihr mein kleines Geschenk – einen selbst gefalteten Stern – übergeben, fotografisch festgehalten von ihrem Mann.

Schöner Start in den Tag

Dunja Kobel (26): Was für eine Freude! Am Anfang von einem strengen Arbeitstag erwartete mich ein schönes, kleines Päckli von meinem Wichteli. Ich war überrascht und hoch erfreut. Im Päckli fand ich wunderschöne regenbogenfarbige Mittli, einen Brief mit lieben Worten von Marianne Scheuter und etwas Süsses für das Zwischendurch. Es hat mich sehr gefreut von Marianne, die ich noch nicht gut kenne, eine so herzliche Geste zu erhalten. Danke!

Wichtel-Geschenk an «und»

Text: Barbara Tschopp (69), Bild: Herbert Schweizer

«Lost» ist das Jugendwort des Jahres 2020 und gleichnamig ein 2019 veröffentlichter Song eines jungen «und»Mitglieds. Wörtlich übersetzt bedeutet das englische Wort «verloren». In der Jugendsprache ist damit jemand gemeint, der ahnungslos, unsicher oder unentschlossen ist.

Nach Angaben des Autors, Simon Tschopp alias Saimon Disko, thematisiert sein Song «Lost» die ständige Reizüberflutung der heutigen digitalen Zeit und beschreibt das Gefühl, wie man sich inmitten von Tausenden Bildern und (falschen?) Freunden sehr verloren fühlen kann. Die Lockdown-Situation 2020 verstärkt dieses Feeling sogar noch. Der Song ist also aktueller als je zuvor.

Überzeugen dich selbst unter diesem Link:

https://soundcloud.com/user-121850603-937514202/lost

 

«und» berichtete über Saimon Disko in der Printausgabe Sommer 2014, Seiten 8 und 9 «Talentierter Wortakrobat».

Das Schenken fotografiert

Bilder: Fiona Schenk (23)

Jemandem eine Freude bereiten – über Generationen hinweg. Unsere Fotografin hat Symboldbilder zum Thema gemacht.

Für die Grosseltern: In diesem Jahr halt oft auf Distanz. – Bild: Fiona Schenk

Maria und Josef als Leihgabe

Dora Kaiser (71)

Meine Wichtelin (Erika Gudet) hat uns ihre selbst angefertigten Krippenfiguren über die Weihnachtszeit in die Ferien gegeben. So schön, diese Idee, gerade jetzt, wo wir über die Festtage so viel zu Hause sein werden. Leider ist unsere Wohnung zu klein und Abstellflächen nur begrenzt vorhanden. So konnte Erika nur einen Teil ihrer Figuren und Requisiten platzieren.

Vor der Kommode in der Stube: Die Könige mit Kamel und Kameltreiber gehen in Richtung Bethlehem. – Bild: Dora Kaiser

Steff la Cheffe

Andreas Steinmann: Dienstag, 22. Dezember 2020: Ich habe soeben ein Corona-Live-Konzert von Steff la Cheffe mit anschliessendem Interview auf meinem Mac erlebt. Begeisterung pur! Steff la Cheffe, geniale Beatboxerin, Rapperin und Sängerin, wurde mir ganz unverhofft zu meiner Wichtelin. Ihre Texte, ihre musikalische und persönliche Entwicklung: Eine junge kluge Frau mit Power und Ausstrahlung!

One Response to “Wem wichtelst du? Die schönsten Schenk-Geschichten aus der Coronazeit”

  1. Erika Gudet
    Antworten

    Ich möchte meinem unbekannten Wichtel herzlich für die feinen Bräzeli, Wünsche und Grüsse danken. Das Säckli wurde auf dem Fenstersims an ähnlicher Adresse gefunden, und mir als richtiger Empfänger zugetragen. Lieber Wichtel, melde Dich!
    Liebe Weihnachtsgrüsse an Dich, Erika Gudet

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