Raumfrei – ein Kulturlabor in Thun

Raumfrei – ein Kulturlabor in Thun

«Jeder Mensch verfügt in seinem Innern über grenzenlose Kreativität und positive Gestaltungskraft». So drücken sich KünstlerInnen aus dem Raum Thun in ihrem Konzept zum Projekt «Raum-frei» aus. UND Generationentandem war beim Kennenlernen der Workshop-Leitenden mit dabei.

Bild: Walter Winkler

Eine kleine Gruppe trifft sich im Atelier von Tabea Reusser. Die Entstehung eines neuen Projekts der kulturellen Teilhabe soll an diesem Abend besprochen und gefeiert werden. Schon in der Vorstellungsrunde ist die Begeisterung zu spüren. Die anwesenden KünstlerInnen, der Verein RaUmWege und die Koproduzierenden stellen sich und ihre Pläne vor, immer wieder unterbrochen von begeisterten Äusserungen über Kunst, Spontaneität und freien künstlerischen Ausdruck.

Claudia Kühne und Tabea Reusser, die beiden Initiantinnen vom Verein RaUmWege erzählen, wie sie einander kennenlernten und sich für die Idee einer offenen Kulturvermittlung in Thun begeisterten und wie sich innerhalb eines Jahres das Projekt entwickelte. Die Thuner Bevölkerung wird in dem Projekt zu freien künstlerischen Ausdrucksformen eingeladen. Aus dieser Grundidee entwickelte sich die Form des Projekts: Ein monatlicher Workshop, angeboten von KünstlerInnen der Region.

Claudia Kühne. – Bild: Walter Winkler
Tabea Reusser. – Bild: Walter Winkler

Und so wird es konkret

Je zweieinhalb Stunden an einem Samstag und einem Sonntag sollen Menschen von Jung bis Alt angeleitet werden, ihre offenen oder verborgenen künstlerischen Fähigkeiten zu entdecken und zu entfalten. Dies ohne Grenzen von Alter, Geschlecht, Nationalität oder Religion.

Ein Beispiel, damit Sie es sich besser vorstellen können: Marlies Kühne plant ein Wochenende mit «Silent Dance». Dabei tanzen alle im Freien. Musik ist keine hörbar, deshalb der Name «silent». Alle hören Musik über Kopfhörer. Sie tanzen frei dazu im Raum, bewegen sich, begegnen sich zwanglos und spontan. Marlies Kühne wünscht sich, das auf den Spielplätzen Thuns durchführen zu können.

Etwas Kopfzerbrechen bereitet der Projektleitung noch die Frage der Finanzierung. Die Gelder der Stadt Thun, des Kantons sowie der Gemeinden Steffisburg und Oberhofen sind bereits gesprochen. Nun startet die zweite Eingaberunde: Weitere GönnerInnen und SponsorInnen sind gesucht. Die KünstlerInnen sollen ja entlöhnt werden und das Angebot für die Teilnehmenden möglichst kostenlos bleiben. Aber mit ungebrochenem Optimismus und Einsatzfreude geht dieser Gründungsabend weiter.

UND Generationentandem ist Kooperationspartner. Wir begleiten die Workshops in Text und Bild. Und sicher nehmen auch UND-Menschen gerne an den Workshops teil. Zu den weiteren KoproduktionspartnerInnen zählen das ProjekteNetzwerk Thun und das Kunstmuseum Thun.

 

Bild: Walter Winkler
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