Uetendorfer mundARTbühni geit z Bärg

Die uetendorfer mundARTbühni spielt ab dem 6. März die Alpsaga «Vrenelis Gärtli» nach Tim Krohn. Unter der Regie von Mathis Künzler entsteht ein eindrucksvolles Stück über eine junge Frau, die sich gegen gesellschaftliche Zwänge behauptet.

Zwischen Mythos und Realität: Die uetendorfer mundARTbühni bringt Vrenelis Gärtli auf die Bühne und erweckt eine alte Alpsaga zu neuem Leben.
Bild: Michael Meier

Ab 6. März spielt die uetendorfer mundARTbühni die Alpsaga «Vrenelis Gärtli», nach dem Roman von Tim Krohn.

Im Gespräch verriet Regisseur Mathis Künzler seine Faszination für diese Geschichte. Von der uetendorfer mundARTbühni angefragt für eine Inszenierung, ist ihm spontan Vrenelis Gärtli eingefallen. Er ist überzeugt, dass wir mit unserer Bergwelt und unseren Sagen genauso magische Erzählungen haben, wie zum Beispiel Afrika oder Griechenland mit ihren mythologischen Geschichten.

Eine Frau kämpft für ihren Weg: Vrenelis Gärtli erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die sich den Erwartungen ihrer Zeit widersetzt.
Bild: Michael Meier

Die Begeisterung für diese Vielfalt, die Diversität dieser Welt, die Tim Krohn beschreibt, ist vollkommen auf die Spielerinnen und Spieler übergesprungen. Sie haben sich auch auf einer Alp darauf eingestimmt und es ist ein Stück Identität, das sich bei allen entfalten konnte. Es stellt einen anderen Bezug her zu unserer Herkunft.

Es ist kein heimattümelndes Stück, es ist die Entwicklungsgeschichte einer jungen Frau. Einer aufmüpfigen jungen Frau, die sich nicht von den Gegebenheiten unterjochen lässt, die aneckt und kämpft und die dafür auch den Preis bezahlen muss. Vreneli ist besonders, es sieht Geister, ist hellsichtig, zaubert und es ist eine Gestaltwandlerin. Trotzdem ist die Geschichte kein Märchen, es ist ein moderner Stoff.

Detailreich und stimmungsvoll: Aufwendige Kostüme und ein besonderes Bühnenbild lassen die Welt von Vrenelis Gärtli lebendig werden.
Bild: Michael Meier

Sehr speziell ist die Sprache auch im Roman. Eine deutsche Kunstsprache, die eingestreute Schweizer Wörter fast zelebriert. Dadurch werden diese Mundartworte hervorgehoben und umso wichtiger. Auch wenn vielfach die Meinung herrscht, Amateurbühnen sollten nicht hochdeutsch spielen, macht es dies umso spannender. Den Helvetismus im Hochdeutschen herauszuhören, ist für dieses Stück vorteilhaft und wertet die Sprache auf.

Ein spezielles Bühnenbild und opulente Kostüme werden das Theatererlebnis vervollständigen.

Spannung auf der Bühne: Jede Szene bringt Vrenelis bewegendes Schicksal ein Stück näher.
Bild: Michael Meier

Regie: Mathis Künzler
Bühnenfassung: Anita Augustin-Huber und Jonas Knecht
Bühnenbild und Requisiten: Andreas Stettler
Es spielen: Joël Bourgin, Barbara Dietrich, Ursula Eberle, Michael Enzler, Maja Gerber, Barbara Krebs, Yasmin Maggi, Andreas Otti

Vorstellungen vom 6. bis 23. März:
jeweils Donnerstag bis Samstag um 20:00 Uhr, Sonntag um 17:00 Uhr
Spielort: Alte Oele Thun
Vorverkauf: www.mundartbuehni.ch
Eintrittspreise: 30 Franekn (Jugendliche, Lernende und Studierende: 25 Franken)

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