Verweile doch

Verweile doch

Ich sitze am See-Ufer und warte, dass es Zeit wird: Zeit die Pause abzubrechen, heimzugehen, mich aus der Sonne weg zu bewegen, Zeit etwas Nützliches zu tun. Heisst das, dass ich für einmal über die Zeit bestimme, und nicht umgekehrt? Sie kann nicht nach Belieben vorbei eilen, ohne dass ich es merke.

Ich sitze am See-Ufer und warte, dass es Zeit wird: Zeit die Pause abzubrechen, heimzugehen, mich aus der Sonne weg zu bewegen, Zeit etwas Nützliches zu tun. Heisst das, dass ich für einmal über die Zeit bestimme, und nicht umgekehrt? Sie kann nicht nach Belieben vorbei eilen, ohne dass ich es merke. So sage ich zu ihr: Bleib noch ein Weilchen hier an der Wärme! Träume mit mir über alles und nichts! Verweile, geniesse, wir müssen nichts tun, wir sind nicht in Eile! Und wie ich so vor mich hindöse und sich eine Wolke vor die Sonne schiebt, schrecke ich plötzlich auf. Sie hat mich zum Narren gehalten – ist still und heimlich weitergegangen, ohne dass ich es merkte! Ich hätte es wissen müssen: Sie lässt sich nicht aufhalten. Ich kann wohl den Zeitpunkt bestimmen, wann ich etwas tun will oder muss. Aber nur innerhalb der mir zugeteilten Zeitspanne.

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