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	<title>Schwerpunkt Archives - UND Generationentandem</title>
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	<description>Brücken zwischen Generationen und zwischen verschiedenen Lebenswelten bauen</description>
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	<title>Schwerpunkt Archives - UND Generationentandem</title>
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		<title>Zwischen FOMO und Gelassenheit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[UND Generationentandem]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 May 2026 14:43:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(un)zufrieden]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Philosophie der Zufriedenheit – braucht es so etwas? Oder ist das nur etwas für im Elfenbeinturm lebende Philosophen, ohne jeden Nutzen für die praktischen Herausforderungen in unserer heutigen Gesellschaft? Es kann schon hilfreich sein, darüber nachzudenken, was Zufriedenheit ist, worin der Unterschied zu Glück besteht, und, vor allem, was es braucht, um zufrieden zu sein. [&#8230;]</p>
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<p>Philosophie der Zufriedenheit – braucht es so etwas? Oder ist das nur etwas für im Elfenbeinturm lebende Philosophen, ohne jeden Nutzen für die praktischen Herausforderungen in unserer heutigen Gesellschaft? Es kann schon hilfreich sein, darüber nachzudenken, was Zufriedenheit ist, worin der Unterschied zu Glück besteht, und, vor allem, was es braucht, um zufrieden zu sein. Die Frage nach der Zufriedenheit ist ein zentrales Thema der Philosophieschule der Stoa. Die Stoa hat ihren Ursprung in der griechischen Philosophie, unter anderem bei Aristoteles und Epikur, wie auch bei den römischen Stoikern wie Seneca und Marc Aurel.</p>



<p>In der stoischen Philosophie ist Zufriedenheit ein langfristiger Zustand innerer Ausgeglichenheit und Ruhe. Im Gegensatz dazu ist Glück ein eher flüchtiger Moment der Freude oder Euphorie. Vielleicht bin ich nach einem ausgezeichneten Essen glücklich, aber das reicht noch nicht für ein zufriedenes Leben. Zufriedenheit meint mehr als «sich gut fühlen»; sie entsteht von innen heraus, aus einer positiven Lebensbejahung und psychischem Wohlbefinden.</p>


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                    <div class="image-description text-start">Innere Ruhe statt äusserer Kontrolle: Ein zentraler Gedanke der stoischen Philosophie.</div>
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<p>Dazu gehört auch, dass wir akzeptieren, dass es Dinge gibt, die wir beeinflussen können – zum Beispiel unsere Handlungen, unsere Wünsche – und andere, äussere Dinge, auf die wir keinen Einfluss haben, zum Beispiel den Tod. Zufriedenheit entsteht, wenn wir nur das wollen, was in unserer Macht liegt, und das andere akzeptieren. Dagegen entsteht Unzufriedenheit aus dem falschen Anspruch, äussere Dinge kontrollieren zu wollen.</p>



<p>Aus dem philosophischen Nachdenken über Zufriedenheit lassen sich konkrete Handlungsanleitungen für unser heutiges tägliches Leben ableiten. So kann man sich fragen, was wirklich in meiner Macht liegt und was nicht? Ich kann beispielsweise beeinflussen, wie sorgfältig ich mich auf eine Aufgabe vorbereite, wie gewissenhaft ich sie ausführe, aber ich kann nicht beeinflussen, ob dieses Engagement tatsächlich zum Erfolg führt und durch andere anerkannt wird.</p>



<p>Anstatt frustriert oder verärgert zu sein, wenn die Anerkennung ausbleibt – also in einen Zustand der Unzufriedenheit abzugleiten – würden die Stoiker empfehlen: Kümmere dich um deinen Einsatz (das liegt in deiner Hand), nicht um das Ergebnis (das ist jenseits deiner Kontrolle). Eine solche Haltung vermindert den Druck, ohne deshalb in Gleichgültigkeit zu verfallen.</p>



<p>Der Gedanke lässt sich auch unsere Zufriedenheit mit der eigenen Leistung anwenden. Heute bewerten wir unsere Leistung oft im Vergleich mit anderen, mit der Sichtbarkeit unserer Leistung. Die Stoiker sagen, entscheidend für unsere Zufriedenheit ist es, dass wir fair und sorgfältig gehandelt haben, gut gearbeitet haben, aber nicht, ob ich besser bin als andere. Also anstatt zu fragen: «War ich besser als die anderen?», könnte die wichtigere Frage sein: «Habe ich mein Mögliches vernünftig getan?» Diese Perspektive verschiebt den Massstab der Zufriedenheit von äusserer Anerkennung hin zur eigenen Haltung und zum eigenen Handeln.</p>


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                    <div class="image-description text-start">Ein Moment der Ruhe: Zufriendenheit wächst, wenn wir nicht allem hinterherjagen müssen.</div>
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<p>Ein natürlicher Feind der stoischen Zufriedenheit sind die sozialen Medien. Eine wichtige Erkenntnis der Stoiker lautet nämlich: Es sind oft nicht die Dinge oder Ereignisse selbst, die uns beunruhigen, sondern die Vorstellungen, die wir davon haben. Die sozialen Medien verstärken genau solche Vorstellungen. Sie zeigen uns ständig Ausschnitte aus dem Leben anderer Menschen – scheinbar erfolgreiche Karrieren, spannenden Reisen oder perfekte Freizeitmomente. Daraus entsteht leicht das Gefühlt, etwas zu verpassen: FOMO – fear of missing out.</p>



<p>Die stoischen Philosophen würden vermutlich einen anderen Blickwinkel empfehlen: Anstatt sich ständig zu fragen, was man vielleicht verpasst, könnte man sich bewusst überlegen, worauf man auch verzichten kann. Daraus ensteht ein aufbauender Gedanke: JOMO – joy of missing out. Die Freude daran, nicht überall dabei zu sein, nicht alles erleben zu müssen und auch einmal bewusst auszuwählen, was im eigenen Leben wirklich wichtig ist.</p>



<p>Ein weiterer stoischer Gedanke betrifft unsere Erwartungen. Unzufriedenheit entsteht häufig aus der Differenz zwischen Erwartung und Wirklichkeit. Wenn unsere Erwartungen immer weiter steigen, wird Zufriedenheit immer schwerer erreichbar. In einer Gesellschaft, die ständig Verbesserung, Wachstum und Selbstoptimierung fordert, geraten wir leicht in eine Spirale des «Noch mehr». Die stoische Philosophie setzt dem eine Haltung der Genügsamkeit entgegen: die Fähigkeit, das Vorhandene als ausreichend zu erleben.</p>



<p>Interessanterweise finden sich ähnliche Gedanken auch in der modernen Psychologie wieder. Ansätze wie Achtsamkeit oder die kognitive Verhaltenstherapie betonen ebenfalls, dass nicht die Ereignisse selbst unser Wohlbefinden bestimmen, sondern unsere Bewertung dieser Ereignisse. Wer lernt, seine Erwartungen zu prüfen und zwischen beeinflussbaren und unbeeinflussbaren Dingen zu unterscheiden, gewinnt oft mehr Gelassenheit im Alltag.</p>



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                <p>Eine einfache Übung kann helfen, Zufriedenheit bewusster wahrzunehmen: Jeden Tag kurz aufschreiben, wofür man dankbar ist. Das können kleine Dinge sein – ein gutes Gespräch, ein schöner Spaziergang oder ein Moment der Ruhe.<br />
Die Stoiker empfahlen bereits, den eigenen Tag regelmässig zu reflektieren. Der römische Philosoph Seneca etwa schrieb abends über seine Gedanken und Handlungen, um bewusster zu leben.</p>
<p>Auch die moderne Psychologie bestätigt den Effekt solcher Übungen. Studien zeigen, dass Menschen, die regelmässig Dankbarkeit notieren, mehr positive Emotionen erleben, zufriedener mit ihrem Leben sind und Stress besser bewältigen.</p>
<p>Der Grundgedanke ist einfach: Wer bewusst wahrnimmt, was bereits gut ist, richtet seine Aufmerksamkeit weniger auf das, was fehlt.<br />
Eine Minute am Abend genügt: Drei Dinge aufschreiben – dafür bin ich heute dankbar.</p>
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<p>Die wenigen Beispiele mögen verdeutlichen, dass etwas scheinbar Abgehobenes wie eine Philosophie der Zufriedenheit sehr wohl praktischen Nutzenhaben kann für das eigene Leben.</p>



<p>Vielleicht liegt die wichtigste Frage der Zufriedenheit deshalb gar nicht darin, wie wir möglichst viele glückliche Momente sammeln können. Entscheidend könnte vielmehr sein, welche Haltung zum Leben es uns erlaubt, auch in unvollkommenen Umständen ruhig und zufrieden zu bleiben. Gerade in einer Zeit ständiger Vergleiche kann diese Haltung zu mehr Gelassenheit führen.</p>



<p>Deshalb lohnt es sich, immer wieder darüber nachzudenken, was uns in unserem Leben wirklich zufrieden macht. </p>
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	            data-home="https://www.generationentandem.ch"></div><p>The post <a href="https://www.generationentandem.ch/zwischen-fomo-und-gelassenheit/">Zwischen FOMO und Gelassenheit</a> appeared first on <a href="https://www.generationentandem.ch">UND Generationentandem</a>.</p>
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		<title>Wann, womit, warum bist du zufrieden?</title>
		<link>https://www.generationentandem.ch/wann-womit-warum-bist-du-zufrieden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[UND Generationentandem]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 May 2026 09:42:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[(un)zufrieden]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was von vornherein klar sein muss: Es kommen hier ganz persönliche, nicht verbindliche Standpunkte zur Sprache. Und die drei geniessen eine eher bevorzugte Stellung im Leben; sie müssen sich nicht um die (materiellen) Grundbedürfnisse sorgen, die kaum Zufriedenheit zulassen, wenn sie nicht abgedeckt sind. Man schaue sich die Bedürfnis-Pyramide (nach Maslow) an, rät Valentin. Christine [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was von vornherein klar sein muss: Es kommen hier ganz persönliche, nicht verbindliche Standpunkte zur Sprache. Und die drei geniessen eine eher bevorzugte Stellung im Leben; sie müssen sich nicht um die (materiellen) Grundbedürfnisse sorgen, die kaum Zufriedenheit zulassen, wenn sie nicht abgedeckt sind. Man schaue sich die Bedürfnis-Pyramide (nach Maslow) an, rät Valentin.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Christine Grüneisen (69), Musikerin</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ehrgeiz, Position</h3>



<p>Musiker:innen haben wenig Möglichkeiten umzusteigen. An Lehrstellen wird man einmal gewählt; Sitze in Orchestern sind «Lebensstellen».</p>



<p>Ich hatte Glück, konnte viele Jahre als Pädagogin wirken. Musste mich auch da immer an neue Zeiterscheinungen anpassen und persönlich weiterbilden; konnte daneben als Freelancer in Orchester-und Kammermusik-Projekten mitspielen. Insgesamt eine sehr ausfüllende und befriedigende Zeit.<br>Ein Beispiel zum Ehrgeiz: Im Orchester der pensionierten Berufsmusiker, der «AHV- Philharmonie», wo ich Mitglied bin, gibt es immer noch ein Gerangel, wer die erste Geige spielt! Im Gegenzug freut sich ein ehemaliger Berliner Philharmoniker, wie ich, gute Musik zu spielen – auch im hinteren Rang – und den Kontakt zu Kolleg:innen zu pflegen!</p>



<h3 class="wp-block-heading">Risiko, Entscheide</h3>



<p>Im Jahr 2000 entschied ich mich, für ein halbes Jahr eine Assistenz an der Yehudi Menuhin School in London anzunehmen: Um glücklich zu sein, musst du Risiken eingehen. Die Wohnung auflösen, eine Reise ins Ungewisse wagen! Offen und neugierig für Neues zu bleiben ist meine Devise; ohne Für und Wider zu entscheiden; dabei in der Handlung immer Würde und Selbstachtung zu behalten… Aber auch, wenn gute Gründe vorliegen, zu verzichten, zum Beispiel um den alternden Eltern nahe zu sein.<br>«Wir anstelle eines Ichs» wurde mir während der Corona-Zeit bewusst. Da haben sich die echten Freundschaften herausgeschält! Ich denke, ich sei aus jeder Krise oder Prüfung innerlich gestärkt hervorgegangen, positiv gewachsen.</p>


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                    <div class="image-description text-start">Christine Grüneisen: Musik, Erfahrung und der Austausch mit anderen prägen, was für sie Zufriedenheit ausmacht.</div>
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    </figure>



<h3 class="wp-block-heading">Ziele, Erfolge</h3>



<p>Langeweile verstehe ich nicht. Wer keine Ziele hat, wird depressiv. Wir brauchen Erfolgserlebnisse. So wie ich kürzlich meine Grenzen überschritten habe mit einer Beschwerde gegen ein grosses Bauunternehmen. Dabei geht es mir um Verantwortung, um nachhaltige Zukunft; ich weiss mich dafür einzusetzen – mit allen Konsequenzen.</p>



<blockquote class="custom-quote-block">
            <p>«Um glücklich zu sein, musst du Risiken  eingehen.»</p>
        
            <cite class="quote-author">Christine Grüneisen</cite>
    </blockquote>


<p>Persönlich geht es mir gut. Ich muss nach der Pensionierung keine Erwartungen mehr erfüllen. Ich darf auswählen, mit wem ich spielen, auch experimentieren will. Wichtig sind Zeitinseln, die ich meinen Hobbys widme: Reisen, Lesen, Bewegen in der Natur.</p>



<p>Ich bemühe mich und hoffe, mit zunehmender Lebenszeit einen immer grösser werdenden «Lohn» als inneres Gefühl – Dankbarkeit, Erfüllung, Gelassenheit und Gesundheit – erfahren zu dürfen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Valentin Bär (29), Geograf, Planer</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Ausbildung, Beruf(ung)</h3>



<p>Vor einem Jahr hat Valentin sein Studium in Geografie und Germanistik abgeschlossen; nach einem sechsmonatigen Praktikum in einem kantonalen Amt ist er neu in einem Planungsbüro tätig.<br>Studieren im Bologna-System bedeutet, dass du oftmals nur eine Nummer bist und dir vieles selber holen musst. Die Lehrenden agieren sehr unterschiedlich, nicht immer «zielgruppengerecht»: Sie interessieren sich zu wenig für ihre Gegenüber. Trotzdem ist Valentin mit seinem Studium zufrieden – auch mit den Noten. Er stellt nämlich Ansprüche an sich selbst. Was er hätte verbessern können: seine Vernetzung, seine Kontakte; oft hat er allein gekämpft.</p>



<blockquote class="custom-quote-block">
            <p>«Ich bin recht schnell zufrieden. Im Beruf geht mir Kritik nahe, beschäftigt mich stark – da habe ich noch zu lernen.»</p>
        
            <cite class="quote-author">Valentin Bär</cite>
    </blockquote>


<p>Sehr gern erinnert er sich ans anschliessende Praktikum, wo man sich um ihn bemüht und ihm sinnvolle Aufträge gegeben habe. Wenn er in einer Tätigkeit den Mehrwert erkennt, den sie bringt, ist er zufrieden. Er sieht nun seinen Beruf – und vielleicht gar die «Berufung», die ja dahinter stecken könnte – sollte?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Veränderung, Veranlagung</h3>



<p>Valentin möchte, wenn möglich, an einer Stelle bleiben. Das Zwischenjahr war stressig, und er mag Unsicherheit nicht. Ein Job muss fordern, ja; wenn das Umfeld, das Team stimmt, will er die «Komfortzone» nicht verlassen. So liebt er es auch nicht umzuziehen.</p>



<p>Stress kann ihn schon mal überfordern; doch insgesamt hält er sich für resilient. «Ich bin recht schnell zufrieden», sagt er. Im Beruf geht ihm Kritik nahe, beschäftigt ihn stark – da habe er noch zu lernen. Vieles mag einem angeboren sein – aber der «antrainierte Teil» ist ebenfalls wichtig. Von seinen Eltern hat Valentin Gelassenheit erfahren. Für negativ hält er, wenn Kinder ohne Lob aufwachsen, dabei zu Perfektion getrieben – und nie zufrieden werden.</p>


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                    <div class="image-description text-start">Valentin Bär: Zufriedenheit wächst oft dort, wo Sinn erkennbar wird. </div>
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    </figure>



<p>Er weiss, dass im Berufsleben die Ansprüche steigen werden; etwa, dass er zunehmend wird erreichbar sein müssen. Dass es nötig sein wird, sich abzugrenzen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Freiheit, Verzicht</h3>



<p>Man sollte ein Gefühl dafür entwickeln, was man wirklich braucht. Man bekommt heute so viele Vergleichswerte; man orientiert sich an Mitmenschen, man meint, «auch zu müssen». Konstruierte Bedürfnisse entstehen. Ein Einfamilien-Haus zu haben, ein Auto: Je nach sozialem Umfeld sind das unumgängliche Statussymbole.</p>



<p>Durch welche Filter schützt man sich? Valentin benützt keine Sozialen Medien. Gilt es denn zu verzichten? Wesentlich ist ihm die Freiheit, selber zu entscheiden. Doch Verzichten wird häufig als Einschränkung der Freiheit dargestellt. Die Klimafrage bietet da treffende Beispiele: Es ist klar, dass wir bestehende Narrative und Praktiken ändern müssen – aber wie? Verzicht ohne Verbote wäre ideal; doch ist das machbar?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Heinz Gfeller</h2>



<p>Sollte man zuerst unterscheiden: zwischen der «kleinen» und der «grossen Zufriedenheit»? Was befriedigt mich im Alltag, wo habe ich Glücksmomente? Andrerseits: Wie schaue ich auf mein ganzes Leben? Dies sind private Zufriedenheit. Darüber hinaus gibt’s die Weltlage. Will ich an die auch denken?<br>Wichtig ist bestimmt, wie hoch ich meine Erwartungen schraube. An mich selbst, aber auch an mein Umfeld. Was die Bedeutung der Berufsarbeit angeht, so meine ich, man müsse sie hoch einschätzen. In meiner Lebensbilanz wird sie zentral sein.</p>



<p>Kann ich etwas dafür, wenn einiges glücklich herauskommt? Ich bin überzeugt, dass ein «glückliches Naturell» viel ausmacht. Das Positive sehen, Distanz, Geduld, Humor bewahren können – so wichtig für einen Lehrer! –, das habe ich einfach mitbekommen. Vielleicht auch die Fähigkeit zum Verzicht – der oft gar nicht als das erscheint. So fällt es leichter, zufrieden zu sein. Was nicht heisst, sich selber nicht kritisch anzuschauen.</p>



<p>Mit der Welt bin ich nicht zufrieden. Mit mir? </p>



<blockquote class="custom-quote-block">
            <p>«Wichtig ist nicht, immer glücklich zu sein, sondern zu spüren: Was tut mir gut?»</p>
        
            <cite class="quote-author">Valentina Kobluk</cite>
    </blockquote>


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                <h3><strong>Checkliste</strong></h3>
<p>Valentina Kobluk (56)</p>
<p>Zufriedenheit ist ein schönes Wort. Warm, rund, fast wie ein ruhiger Atemzug. Und doch – niemand ist immer zufrieden. Und das muss auch nicht sein.</p>
<p>Wir alle bewegen uns im Leben zwischen zwei Polen: Momenten, in denen es uns gut geht – und Momenten, in denen etwas fehlt.</p>
<p>Dazwischen liegt unser persönlicher Balancepunkt. Er verändert sich, und das ist normal.</p>
<p>Zufriedenheit ist kein Dauerzustand. Manchmal fühlen wir uns ruhig und sicher. Manchmal sind wir gestresst, unsicher oder erschöpft. Beides gehört zum Menschsein.</p>
<p>Wichtig ist nicht, immer glücklich zu sein, sondern zu spüren: Was tut mir gut? Was nehme ich mir zu sehr zu Herzen? Was möchte ich vielleicht verändern?</p>
<p>Unzufriedenheit ist kein Fehler, sie ist ein Hinweis. Ein kleines Zeichen: «Hier lohnt sich ein Blick.» Wie können wir unseren Balancepunkt stärken?</p>
<p>Es braucht keine grossen Methoden. Oft reichen kleine, einfache Schritte im Alltag:</p>
<ul>
<li><strong>Gefühle wahrnehmen<br />
</strong>Kurz innehalten und fragen: Wie geht es mir heute wirklich?</li>
<li><strong>Mit jemandem sprechen</strong><br />
Ein kurzes Gespräch kann vieles ordnen.</li>
<li><strong>Etwas Kleines verändern</strong><br />
Ein Spaziergang, ein «Nein», ein freier Abend – kleine Schritte geben neue Kraft.</li>
<li><strong>Ruhe-Inseln schaffen</strong><br />
Ein paar Minuten Pause, Musik, warmes Wasser – einfache Rituale beruhigen das Nervensystem.</li>
</ul>
<p>Warum lohnt sich das?<br />
Weil ein gesunder Mix aus Zufriedenheit und Unzufriedenheit, Stress reduziert, die innere Stärke fördert, Beziehungen verbessert, Orientierung im Alltag gibt.</p>
<p>Zufriedenheit ist kein Ziel, das man erreicht. Sie ist etwas, das man pflegt – Schritt für Schritt, Tag für Tag.</p>
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		<title>Wie langweilig wäre das Leben ohne sie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[UND Generationentandem]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Schnee vom vergangenen Jahr]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Helmpflicht auf Skipisten Arbër Shala (32) Manchmal sind die lautesten Debatten die, die längst überholt wirken – so scheint es bei der neuen Helmpflicht in Italien. Seit dem 1. November gilt dort auf allen Skipisten eine generelle Pflicht, einen Helm zu tragen – ganz gleich ob beim Skifahren, Snowboarden oder Rodeln. Wer das missachtet, riskiert [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h3 class="wp-block-heading"><br>Helmpflicht auf Skipisten</h3>



<p>Arbër Shala (32)</p>



<p>Manchmal sind die lautesten Debatten die, die längst überholt wirken – so scheint es bei der neuen Helmpflicht in Italien. Seit dem 1. November gilt dort auf allen Skipisten eine generelle Pflicht, einen Helm zu tragen – ganz gleich ob beim Skifahren, Snowboarden oder Rodeln. Wer das missachtet, riskiert eine Busse von bis zu 150 Euro, im Wiederholungsfall droht sogar der Entzug des Skipasses.</p>



<p>Doch erstaunlich: Die Regelung trifft kaum auf massiven Widerstand. Denn: Zwischen 95 und 97 Prozent der Wintersportler:innen in Italien tragen laut Angaben bereits freiwillig einen Helm. Viele haben sich also längst daran gewöhnt – das Gesetz holt nur nach, was die Szene längst lebt.</p>



<p>Trotzdem bleibt die Frage: Ist all der Wirbel nötig? Der Aufwand zur Kontrolle ist beträchtlich, und die Skiliftbetreiber haben formal wenig Handlungsmacht. In der Schweiz etwa gibt es keine gesetzliche Helmpflicht – 95 Prozent tragen trotzdem bereits einen Helm, sagt die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU).</p>



<p>Mit anderen Worten: Die neue Helmpflicht wirkt wie ein Aufregerthema von gestern. Sie sorgt für Schlagzeilen – aber in der Realität dürfte sich kaum viel ändern. Die meisten sind ohnehin versichert, bereits gut ausgestattet und überzeugt: Ein Helm ist unbestritten sinnvoll, auch ohne ein solches Gesetz, und längst fester Bestandteil des Wintersports.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Anschnallpflicht im Auto</h3>



<p>Helmut Segner (71)</p>



<p>Ein Automatismus: Bevor ich mit dem Auto losfahre, greife ich nach dem Sicherheitsgurt und schnalle mich an. Falls ich es doch einmal vergessen sollte, erinnert mich mein Auto mit einem giftigen Piepston daran, dass ich das Anschnallen gefälligst nachzuholen habe. Das Anschnallen beim Autofahren ist heute eine Selbstverständlichkeit.</p>


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                    <div class="image-description text-start">Einst Aufreger, heute Automatismus:  Das Anschnallen gehört längst zum Alltag.</div>
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            </figcaption>
    </figure>



<p>Das war bei der Einführung der Gurtpflicht in den 1970ern ganz anders. Damals war das Thema ein Aufreger, der zu hitzigen Auseinandersetzungen führte. Zwar gab es gute Gründe für die Gurtpflicht, denn in den 1970ern starben auf Schweizer Strassen jährlich fast 2000 Menschen (zum Vergleich: im Jahr 2024 waren es noch 250 Verkehrstote). Um die Zahl der im Autoverkehr getöteten und verletzten Personen zu begrenzen, kam der Vorschlag zur Einführung des Sicherheitsgurtes auf. Der Drei-Punkt-Gurt war bereits 1959 von einem schwedischen Ingenieur entwickelt worden, und zahlreiche Tests hatten gezeigt, dass er die Sterblichkeit wie auch das Verletzungsrisiko bei Autounfällen signifikant verringern kann.</p>



<blockquote class="custom-quote-block">
            <p>«Die Anschnallpflicht wurde als diktatorische Massnahme des Staates betrachtet.»</p>
        
            <cite class="quote-author">Helmut Segner</cite>
    </blockquote>


<p>Auf den ersten Blick also eine gute Sache. Aber als der Bundesrat 1976 die Pflicht, sich beim Autofahren anzuschnallen, per Verordnung einführte, schlugen die Wellen hoch. Die Gegner wehrten sich gegen das sogenannte «Gurten-Obligatorium», das sie als Zwängerei und als Eingriff in ihre Freiheit empfanden. Die Anschnallpflicht wurde als diktatorische Massnahme des Staates betrachtet. In den Augen der «Freiheits-Gurtler» war die Frage, ob man sich beim Autofahren anschnallt oder nicht, eine reine Privatsache, in die der Staat gefälligst nicht hineinzureden hat. Der damalige Justizminister Kurt Furgler reagierte genervt auf diese Argumentation: «Darf ich Sie fragen, ob Sie sich in Ihren Freiheitsrechten verkürzt fühlen, wenn Sie vor einer roten Ampel anhalten?». (Nebenbei: Es ist interessant, wie sich Diskussionen wiederholen: Während der Corona-Pandemie gab es ähnliche Argumente gegen die staatlich verordnete Maskenpflicht).</p>



<p>Die Anschnallpflicht war jedoch nicht nur wegen des Disputs um Freiheit oder Zwängerei umstritten, sondern auch, weil sie Ängste auslöste: Durch das Anschnallen sei man bei einem Unfall im Auto gefangen und könne bei lebendigem Leibe verbrennen. Oder wenn das Auto ins Wasser stürzt, könne man sich nicht befreien und würde ertrinken. Unvergessen das Titelbild des deutschen Magazins «Spiegel» von 1975, das eine blutende Frau angeschnallt in einem verunfallten Auto zeigt, zusammen mit der Schlagzeile «Gefesselt ans Auto».</p>



<blockquote class="custom-quote-block">
            <p>»Darf ich Sie fragen, ob Sie sich in Ihren Freiheitsrechten verkürzt fühlen, wenn Sie vor einer roten Ampel anhalten?»</p>
        
            <cite class="quote-author">Kurt Fugler</cite>
    </blockquote>


<p>Die Kontroverse um die Anschnallpflicht entwickelte sich kabarettmässig weiter: Kurz nachdem der Bundesrat die Anschnallpflicht eingeführt hatte, fuhr der Walliser Jean-Pierre Favre, ohne sich anzuschnallen, bei einem Polizeiposten vor und forderte die Beamten auf, ihm für diese Ordnungswidrigkeit eine Busse auszustellen – was sie dann auch taten. Daraufhin reichte der Walliser vor Gericht eine Klage gegen die Busse und das Gurten-Obligatorium ein. Tatsächlich entschied das Bundesgericht 1977, dass dem Bundesrat die gesetzliche Grundlage fehle, eine Anschnallpflicht per Verordnung einzuführen. Als Reaktion auf das Bundesgerichtsurteil schuf der Bundesrat 1979 eine gesetzliche Grundlage für die Anschnallpflicht. Gegen dieses Gesetz wurde von den Gegnern der Anschnallpflicht das Referendum ergriffen. Innerhalb kurzer Zeit konnte Jean-Pierre Favre über 90&#8217;000 Unterschriften für das Referendum sammeln. Nach einem sehr heftigen und emotionalen Abstimmungskampf wurde schliesslich im November 1981 das Gurten-Obligatorium mit der hauchdünnen Mehrheit von 51,6 Prozent angenommen.</p>



<p>Schnee von gestern, oder würde eine Abstimmung zur Anschnallpflicht auch heute nur knapp angenommen?</p>



<h3 class="wp-block-heading">Rauchen im Zug</h3>



<p>Rebecca Horner (24)</p>



<p>Für mich war es immer selbstverständlich, dass man im Zug nicht rauchen darf. Zur Zeit der Einführung von Nichtraucherzügen (das war 2005, da war ich 4 Jahre alt) war ich noch viel zu jung, um die Diskussion richtig zu verstehen und ich habe keine Erinnerungen an den Diskurs. Ich habe jedoch einige vage Erinnerungen daran, dass die Restaurants das Rauchen im Innenraum verboten (2010).</p>


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        <figcaption class="image-caption__caption">
                    <div class="image-description text-start">Zwischen Freiheit und Gestank: Rauchen im Zug sorgte einst  für erhitzte Gemüter.</div>
                            <div class="photographer-info text-start">Bild: unsplash</div>
            </figcaption>
    </figure>



<p>Deshalb war ich etwas überrascht, als ich im SRF-Archiv auf einen kurzen Beitrag ursprünglich aus der Sendung 10vor10 am 29. November 2005 stiess, der zeigte, wie sich einige Leute dazumal über dieses Thema aufgeregt hatten. Die Reporterin berichtet zwar von grosser Akzeptanz des Rauchverbots unter den Rauchern, jedoch empfinden es die interviewten Raucher damals etwas anders: Sie sprechen über Einschränkung der persönlichen Freiheit, «Verarschung» und ein Mann wollte vom öffentlichen Verkehr sogar zurück auf das Auto wechseln. Jedoch gab es auch Raucher im Interview, die die Änderung akzeptieren wollten. Die Äusserungen im Beitrag sind heute Schnee von gestern. Das Thema wird in den Medien nicht mehr diskutiert.</p>



<p>Der Unterhalt der Raucherabteile habe die SBB mehrere 100’000 Franken im Jahr gekostet, so heisst es in der Tagesschau vom 10. Dezember 2005. Nebst den Kosten hatte es eher Platz im Raucherabteil als im Nichtraucherabteil, das hiess, dass Nichtraucher:innen manchmal den Gestank erleiden mussten, denn es wurde oft davon erzählt, wie stinkig die Raucherabteile waren. Deshalb freuten sich viele Nichtraucher:innen über die Änderungen.</p>



<p>Heute wird über das Rauchverbot an verschiedenen Schweizer Bahnhöfen diskutiert: Ob man in Zukunft am Bahnhof noch rauchen darf, ist unklar. Im Raum Zürich gibt es beispielsweise schon rauchfreie Bahnhöfe. Wird das später auch Schnee von gestern sein? </p>
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		<title>Euphorie. Ernüchterung. Vergessen.</title>
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		<dc:creator><![CDATA[UND Generationentandem]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jan 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Schnee vom vergangenen Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[Generell]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts: Der Klimawandel und der hohe Energieverbrauch aus fossilen Rohstoffen drangen langsam in das gesellschaftliche Bewusstsein. Bauern klagten über den Rückgang des privaten Milchkonsums und die damit verbundenen Einbussen beim Einkommen. Zur selben Zeit geisterte in Bauernbetrieben und auch im privaten Leben das tödliche Gespenst BSE, auch Rinderwahnsinn genannt, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts: Der Klimawandel und der hohe Energieverbrauch aus fossilen Rohstoffen drangen langsam in das gesellschaftliche Bewusstsein. Bauern klagten über den Rückgang des privaten Milchkonsums und die damit verbundenen Einbussen beim Einkommen. Zur selben Zeit geisterte in Bauernbetrieben und auch im privaten Leben das tödliche Gespenst BSE, auch Rinderwahnsinn genannt, herum. Über den Konsum von befallenem Fleisch wäre auch eine Übertragung auf den Menschen möglich. Um das zu verhindern, entwickelte ein findiger Ingenieur eine geniale Idee, wie man die oben genannten Probleme angehen könnte.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der «industrielle» Kuhmagen</h3>



<p>Die Kuh und andere Wiederkäuer fressen Gras. In ihrem Magen gewinnen sie Energie, die sie in Form von Milch, Dünger und Gas nutzen. In der Milch ist viel pflanzliches Protein gespeichert. Wer schon einmal auf einer Viehweide in einen getrockneten Kuhfladen getreten ist, weiss, wie viele Fasern vom gefressenen Gras übrigbleiben. Diese bleiben über lange Zeit stabil auf der Weide erhalten. Das Fermentieren von Gras ist eine seit langem bekannte Methode, um Biogas zu gewinnen.</p>



<p>Dem Team um den oben genannten Ingenieur war es jedoch gelungen, die Grasfasern mechanisch aufzuspalten und das pflanzliche Protein ohne den Einsatz von Chemikalien zu separieren. Erst danach wurde die Grassuppe fermentiert. Aus dem entstandenen Biogas wurden Strom und Trocknungswärme für das gewonnene Protein und die Fasern erzeugt. Ein in sich geschlossener Kreislauf, der zudem ohne Abfälle funktioniert.</p>



<blockquote class="custom-quote-block">
            <p>«Ein bekannter Wirtschaftsanwalt kommentierte das Ganze als ‹sehr raffinierten Konkurs›.»</p>
        
            <cite class="quote-author">Peter Bühlmann</cite>
    </blockquote>


<p>Nach der Testphase in einer stillgelegten Fabrik in der Ostschweiz wurde zusammen mit der Landwirtschaftlichen Genossenschaft Schaffhausen die Bioenergie AG Schaffhausen gegründet. Bei Maximalbetrieb haben mehr als 50 Landwirtschaftsbetriebe aus der Umgebung circa 20&#8217;000 Tonnen reines Wiesengras und Siloballen an die Raffinerie geliefert. Dies war eine absolute Weltneuheit und ein Vorzeigeprojekt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Protein als Schweinefutter</h3>



<p>In Schweinemästereien wurde das wachstumsfördernde Protein damals hauptsächlich aus Schlachtereiabfällen der Rindermast gewonnen. Aufgrund der Angst vor BSE geriet dies zunehmend in Misskredit. Die Anlage in Schaffhausen produzierte dann aus einer Tonne Gras 190 Kilogramm hochreines pflanzliches Protein. Ein wegweisender Ansatz, um tierische Schlachtabfälle zu ersetzen.</p>


<figure id="image-caption-block_a0e0c26e3336e37a112f798d5cfd5866" class="image-caption-block image-caption mb-3">
    
    <span class="image-caption__frame" aria-hidden="true">
        <img width="1024" height="682" src="https://cdn-und.s3.eu-central-1.amazonaws.com/wp-content/uploads/2026/01/diets-2753627_1280-1.jpg" class="img-fluid image-caption-img image-caption__media" alt="" data-lightbox="gallery-136445" data-title="Rohstoffträume:  Aus Gras sollte Zukunft werden; geblieben ist Material. | Bild: Pixabay" data-format-mode="auto" data-force-eager="true" loading="eager" decoding="sync" data-sizes-portrait="(min-width:1200px) 540px, (min-width:768px) 420px, 92vw" data-sizes-landscape="100vw" sizes="(max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px" />    </span>

        <figcaption class="image-caption__caption">
                    <div class="image-description text-start">Rohstoffträume:  Aus Gras sollte Zukunft werden; geblieben ist Material.</div>
                            <div class="photographer-info text-start">Bild: Pixabay</div>
            </figcaption>
    </figure>



<h3 class="wp-block-heading">Elektrische Energie</h3>



<p>Die Anlage gewann mit dem Fermentiertank Biogas, das durch eine Wärme-Kraft-Kopplungsanlage in 615 Kilowattstunden Strom pro Tonne Gras umgewandelt wurde. Dieser Strom wurde ins Netz des Kantons Schaffhausen eingespeist. Bei Volllast der Anlage hat die Strommenge ausgereicht, um die gesamte Strassenbeleuchtung der Region Schaffhausen zu speisen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Prozesswärme</h3>



<p>Die Wärme-Kraft-Kopplungsanlage pro-duzierte neben elektrischer Energie auch 900 Kilowattstunden Prozesswärme. Diese wurde zum Trocknen der zurückgebliebenen Fasern und des Proteins genutzt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Cellulosefasern</h3>



<p>Die übrig gebliebenen Grasfasern (Kuhfladen) sind äusserst reine Zellulosefasern mit grossem Nutzungspotenzial. In einer Papierfabrik wurden damit Spezialpapiere für künstlerische Anwendungen entwickelt. Als Ersatz für Glasfasern wurden Grasfasern mit Polypropylen vernetzt. Versuchsweise sind Werkzeugkoffer (Hilti) oder rostsichere Auto-Unterböden (VW Polo) entstanden. Die wirtschaftlichste Anwendung war jedoch die Herstellung von Dämmstoffen für die Bauindustrie. So ist der Einblasdämmstoff «Gratec» entwickelt worden.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gratec</h3>



<p>Ähnlich wie bei bekannten Einblasdämmstoffen aus Altpapier oder Holzfasern wurde Gratec mit Einblasmaschinen in vorgefertigte Hohlräume von Leichtbaukonstruktionen in der Holzbauindustrie eingeblasen. Das Produkt zeichnete sich durch hervorragende Dämmwerte, hohe Feuerfestigkeit und sehr flexible Anwendungsgebiete aus. Pro Tonne Gras konnten 380 kg Dämmstoff produziert werden, mit denen sich etwa ein durchschnittliches Einfamilienhaus dämmen liess. Um den Dämmstoff noch effizienter zu machen, wurden Versuche mit anderen Zerfaserungsmaschinen und Verpackungsanlagen durchgeführt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Hype</h3>



<p>Überall wurde über die Bioenergie Schaffhausen berichtet. Die Sendung «MTW – Menschen Technik Wissenschaft» des SRF widmete dem Projekt eine ganze Folge. Auch ähnliche Formate in Deutschland, den Niederlanden und den USA berichteten voller Enthusiasmus darüber. Das Entwicklerteam wurde überall zu Talks eingeladen.</p>



<blockquote class="custom-quote-block">
            <p>Es blieben offene Rechnungen, grosse Ausstände – und grosses Unverständnis zurück.</p>
        
            <cite class="quote-author">Peter Bühlmann</cite>
    </blockquote>


<h3 class="wp-block-heading">Die Ernüchterung</h3>



<p>Mitten in diesen Hype kam die Meldung, dass die Mitarbeiter bereits seit zwei Monaten keinen Lohn mehr erhalten hatten. Danach ging es plötzlich sehr schnell. Es gab eine Mitarbeiterversammlung und dann hiess es: «Wir schliessen.» Es folgten kurze Pressemitteilungen und dann Funkstille. Es blieben offene Honorarrechnungen, grosse Ausstände bei Projektzulieferern und grosses Unverständnis zurück. Die Verantwortlichen erschienen nicht einmal zu Nachlassverhandlungen beim Friedensrichter. Ein bekannter Wirtschaftsanwalt kommentierte das Ganze als «sehr raffinierten Konkurs». Jeder investierte Rappen wäre verlorenes Geld.</p>


<figure id="image-caption-block_68bdc7a636f767cae49faf9157d98244" class="image-caption-block image-caption mb-3">
    
    <span class="image-caption__frame" aria-hidden="true">
        <img width="1024" height="683" src="https://cdn-und.s3.eu-central-1.amazonaws.com/wp-content/uploads/2026/01/valentin-balan-wpc9KlY7QaU-unsplash.jpg" class="img-fluid image-caption-img image-caption__media" alt="" data-lightbox="gallery-136445" data-title="Was einst Zukunft versprach, steht nun still – zurückgelassen wie eine Idee, die zu früh kam. | Bild: Pixabay" data-format-mode="auto" data-force-eager="true" loading="eager" decoding="sync" data-sizes-portrait="(min-width:1200px) 540px, (min-width:768px) 420px, 92vw" data-sizes-landscape="100vw" sizes="(max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px" />    </span>

        <figcaption class="image-caption__caption">
                    <div class="image-description text-start">Was einst Zukunft versprach, steht nun still – zurückgelassen wie eine Idee, die zu früh kam.</div>
                            <div class="photographer-info text-start">Bild: Pixabay</div>
            </figcaption>
    </figure>



<h3 class="wp-block-heading">Vergessen</h3>



<p>Jahre später bot mir ein Hamburger Anwaltsbüro das Patent eines kleinen Teilprojektes zum Kauf an. Als Konkursgeschädigter wusste ich nicht einmal, dass dieser Teil patentiert worden war. Es lag also der Verdacht nahe, dass mächtige Lobbys gar kein Interesse an einer Weiterführung hatten. Vielleicht war die Idee einfach zu früh – und die Erinnerung daran verblasst, wie der Traum einer grünen Revolution. ☐</p>
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		<title>Der Sammler von Heimberg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[UND Generationentandem]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 14:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Schnee vom vergangenen Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[slider-live]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Priska Troxler: Ab welchem Alter hast du angefangen, dich für alte Computer zu interessieren? Toby Mittermeier: Die Technik und Elektronik haben mich schon immer fasziniert. Mit zwölf Jahren habe ich auf dem Heimweg von der Schule einen alten Computer gefunden und mit nach Hause genommen. Zu diesem Zeitpunkt interessierten mich vor allem Videospiele. 2020 hat [&#8230;]</p>
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<p><strong><em>Priska Troxler: Ab welchem Alter hast du angefangen, dich für alte Computer zu interessieren?</em></strong></p>



<p><strong>Toby Mittermeier: </strong>Die Technik und Elektronik haben mich schon immer fasziniert. Mit zwölf Jahren habe ich auf dem Heimweg von der Schule einen alten Computer gefunden und mit nach Hause genommen. Zu diesem Zeitpunkt interessierten mich vor allem Videospiele. 2020 hat es mich dann wirklich gepackt. Ich habe auf YouTube den Soundtracker von Commodore Amiga entdeckt, des Heimcomputers von 1995. Da ich selbst gerne Musik mache, habe ich mir einen Commodore Amiga für 700 Franken online gekauft.</p>



<p><strong><em>Woher beziehst du die alten Computer?</em></strong></p>



<p>Von verschiedenen Online-Plattformen (Ricardo, Tutti, eBay). Wegen meiner Videos auf YouTube werde ich immer wieder von anderen YouTubern kontaktiert, bei denen ich unentgeltlich alte Computer abholen kann. Auch erhalte ich welche aus alten Lagern (Museen). Diese Geräte würden sonst auf dem Elektroschrott landen. Oft sind sie im Lager noch in einem guten Zustand, doch durch den Transport mit dem Gabelstapler sind teilweise Gehäuse oder gewisse Teile beschädigt, so dass sie Pflege und Reparatur erfordern.</p>


<figure id="image-caption-block_0724d11b878b4e84522ad7ccb01a55a9" class="image-caption-block image-caption mb-3 aligncenter">
    
    <span class="image-caption__frame" aria-hidden="true">
        <img width="683" height="1024" src="https://cdn-und.s3.eu-central-1.amazonaws.com/wp-content/uploads/2026/01/jason-leung-VeUSCLJrLf4-unsplash.jpg" class="img-fluid image-caption-img image-caption__media" alt="" data-lightbox="gallery-136439" data-title="Ein Klassiker der Computergeschichte: der Macintosh von 1984. | Bild: unsplash" data-format-mode="auto" data-force-eager="true" loading="eager" decoding="sync" data-sizes-portrait="(min-width:1200px) 540px, (min-width:768px) 420px, 92vw" data-sizes-landscape="100vw" sizes="(max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px" />    </span>

        <figcaption class="image-caption__caption">
                    <div class="image-description text-start">Ein Klassiker der Computergeschichte: der Macintosh von 1984.</div>
                            <div class="photographer-info text-start">Bild: unsplash</div>
            </figcaption>
    </figure>



<p><strong><em>Wieviel zahlst du dafür und zu welchen Preisen werden alte Computer gehandelt?</em></strong></p>



<p>Mein Hobbybudget beläuft sich auf 80 Franken pro Monat. Damit komme ich gut zurecht.<br>Es gibt jedoch Auktionsseiten, auf denen bestimmte alte Grosscomputer (zum Beispiel von IBM) zu hohen Summen versteigert werden (7&#8217;000 bis 30&#8217;000 Franken). So war es auch bei der Schliessung des «Living Computers: Museum + Labs» in Seattle (USA) von Paul G. Allen (Mitbegründer von Microsoft) im Jahr 2024.</p>



<p><strong><em>Wie gross ist inzwischen deine Sammlung und wo lagerst du diese?</em></strong></p>



<p>Im Nebenhaus meiner Wohnung in Heimberg im 5. Stock (ohne Lift) miete ich eine 120 Quadratmeter grosse Fläche, auf der ich bereits einige Computer eingelagert habe. Da es sich um eine Zwischennutzung handelt, bin ich auf der Suche nach einer Lagerhalle in Münsingen. Weil die alten Computer schwer und gross sind, helfen mir meine Freunde beim Hochtragen. Da ich die erhaltenen Computer auch an andere Interessierte weitergebe oder die Abholung der geschenkten Computer organisiere, ist der Transport ziemlich aufwendig. Meine gute Freundin Misaki aus Basel fährt mich dann jeweils in der ganzen Schweiz herum. Das schätze ich sehr.</p>



<blockquote class="custom-quote-block">
            <p>«Wenn diese Geräte verschrottet werden, sind sie für immer weg.»<br />
</p>
        
            <cite class="quote-author">Toby Mittermeier</cite>
    </blockquote>


<p><strong><em>Weshalb sammelst du?</em></strong></p>



<p>Meine Überlegung ist folgende: Wenn diese Geräte verschrottet werden, sind sie für immer weg. Ich sammle also, um meine Faszination zu stillen, und nicht, um damit zu prahlen.</p>



<p><strong><em>Du bist auf YouTube unter <a href="https://www.youtube.com/@curiouscomputer/videos">@curiouscomputer</a> zu finden. Was ist das Ziel deiner Beiträge?</em></strong></p>



<p>Mir geht es um die Archivierung und Demonstration alter Computer und deren Funktionsweise. Ich habe mir vieles selbst beigebracht (autodidaktisch). Die Videos erstelle ich allein. Mein Englisch hat sich in den letzten Jahren durch das Schauen von YouTube-Videos und den Austausch mit der Community laufend verbessert. In der Schule waren Sprachen nicht meine Stärke. Inzwischen kann ich meine Beiträge gut kommentieren und bin sicherer geworden. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<iframe title="Repairing a powerful 1990s Logic analyzer! gone wrong" width="1200" height="675" src="https://www.youtube.com/embed/DKSBH322nl8?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe>
</div></figure>



<p><em><strong>Deine Videos werden mehrfach abgerufen. Hattest du auch schon Jobangebote oder andere Reaktionen, die auf deine YouTube-Videos zurückzuführen sind?</strong></em></p>



<p>Ein Jobangebot habe ich bisher noch nicht erhalten. Ich habe jedoch einen Sponsor aus der Leiterplattenproduktion, der mich unterstützt.</p>



<p><strong><em>Was machst du mit den Geräten, nachdem du sie repariert hast? Verkaufst du sie? (zum Beispiel an Revendo, Filiale Bern)</em></strong></p>



<p>Finanzielle Aspekte sind für mich nicht relevant. Für mich zählt die Faszination. Deshalb habe ich nicht die Absicht, meine Sammlung loszuwerden. Ich möchte sie archivieren. Businesscomputer wie HP250 (1978), ein relativ kompakter, benutzerfreundlicher und leistungsstarker Business-Computer, sind gefährdet. Sie sind bei Sammlern nicht sehr begehrt. Oft werden sie entsorgt, da kein Interesse vorhanden ist. Nostalgiker und Gamer fokussieren sich auf Spiele (Retrohobby), aber nicht auf diese teils waschmaschinengrossen und schweren Rechner.</p>



<p><strong><em>Im Refurbishing wird das Produkt überholt und repariert, um einen wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen zu erzielen (Kreislaufwirtschaft). Was ist dein Beitrag zum Refurbishing, zum Beispiel das Repair Café im Höchhus?</em></strong></p>



<p>Zu Beginn war ich im Repair Café im Höchhus aktiv. Durch einen IT-Kollegen habe ich dort auch UND Generationentandem kennengelernt.</p>



<p><strong><em>Die rasante technologische Entwicklung lässt unsere Computer schnell altern. In kürzester Zeit sind sie Schnee von gestern. Wie stehst du dazu?</em></strong></p>



<p>Das sehe ich anders. Computer haben eine längere Lebensdauer als je zuvor. In den 90er Jahren war die technologische Entwicklung rasant. Bereits nach einem Jahr war alles veraltet. Heute kann ein Computer auch zehn Jahre lang eingesetzt werden.</p>


<figure id="image-caption-block_7a910f355770e27c5da4130757ba831f" class="image-caption-block image-caption mb-3 aligncenter">
    
    <span class="image-caption__frame" aria-hidden="true">
        <img width="563" height="386" src="https://cdn-und.s3.eu-central-1.amazonaws.com/wp-content/uploads/2026/01/Toby-Computer-1.jpg" class="img-fluid image-caption-img image-caption__media" alt="" data-lightbox="gallery-136439" data-title="Toby Mittermeier mit einem restaurierten Altcomputer – Geräte, die sonst auf dem Elektroschrott landen würden, bewahrt er vor dem Vergessen. | Bild: Screenshot" data-format-mode="auto" data-force-eager="true" loading="eager" decoding="sync" data-sizes-portrait="(min-width:1200px) 540px, (min-width:768px) 420px, 92vw" data-sizes-landscape="100vw" sizes="(max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px" />    </span>

        <figcaption class="image-caption__caption">
                    <div class="image-description text-start">Toby Mittermeier mit einem restaurierten Altcomputer – Geräte, die sonst auf dem Elektroschrott landen würden, bewahrt er vor dem Vergessen.</div>
                            <div class="photographer-info text-start">Bild: Screenshot</div>
            </figcaption>
    </figure>



<p><strong><em>Was hat sich deiner Ansicht nach massgeblich zwischen alten und neuen Computern verändert?</em></strong></p>



<p>Die Computer sind zwar schneller geworden, dafür aber weniger reparierbar. Alte Computer mussten weniger können. Mit dem bezahlbaren Zusatzequipment «debug tools» können sie wieder zum Laufen gebracht werden und «debuggt» werden. Das ist bei den heutigen Modellen nicht mehr möglich.</p>



<p><strong><em>Der globale PC-Markt setzte im dritten Quartal 2025 sein Wachstum fort. Laut Zahlen des Analystenhauses Gartner kletterten die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahr um 9,4 Prozent auf 75,8 Millionen Einheiten. Was löst dies bei dir aus?</em></strong></p>



<p>Hier sind Konsumismus und Kapitalismus das Thema. Die Lebensdauer der Geräte ist künstlich vorprogrammiert, sodass Microsoft- und Apple-PCs/Laptops nach ein paar Jahren aussteigen, obwohl sie noch funktionstüchtig wären. Auch die Verkaufstaktik, dass man immer das Neueste haben sollte, sowie Abo-Angebote (beispielsweise der Austausch von Laptops bei Unternehmen oder Handys sowie Angebote von Streamingdiensten wie Netflix oder Spotify) tragen zu dieser hohen Produktion bei. Ich bekomme alte Laptops geschenkt und kann diese jeweils noch mehrere Jahre nutzen.</p>



<p><strong><em>Im Gegenzug gibt es zum Beispiel das Vintage Computer Festival in Solothurn. Bist du auch vor Ort gewesen?</em></strong></p>



<p>Ja, dieses Jahr half ich am Stand meiner Kollegin mit. In den letzten Jahren habe ich im VCF in Zürich auch aktiv meine alten Computer ausgestellt.</p>



<p><strong><em>Mit welcher Community bist du im Austausch? Ist sie englischsprachig?</em></strong></p>



<p>Meine Community nutzt einen Discord-Server mit Voicechat (Hivemind), in dem wir uns mehrheitlich auf Englisch über Problemlösungen austauschen und gegenseitig helfen.</p>



<p><strong><em>Du hast technisches Flair. Was machst du beruflich?</em></strong></p>



<p>Ich habe eine Lehre als Elektroniker EFZ begonnen. Grundsätzlich hat es mir gefallen. Jedoch habe ich die Lehre nach dem ersten Lehrjahr aus gesundheitlichen Gründen beendet. Anschliessend habe ich ein halbjähriges Praktikum am Arbeitsplatz eines guten Kollegen im Museum gemacht. Dort befassten wir uns unter anderem mit alten Computern. </p>


<figure id="image-caption-block_903ef994a7aad2d6615ab6bb68f4ad62" class="image-caption-block image-caption mb-3 aligncenter">
    
    <span class="image-caption__frame" aria-hidden="true">
        <img width="616" height="409" src="https://cdn-und.s3.eu-central-1.amazonaws.com/wp-content/uploads/2026/01/Toby-Computer-2.jpg" class="img-fluid image-caption-img image-caption__media" alt="" data-lightbox="gallery-136439" data-title="Eine Diskette als Zeitzeugnis: Toby Mittermeier sammelt und archiviert historische Computertechnik. | Bild: Screenshot" data-format-mode="auto" data-force-eager="true" loading="eager" decoding="sync" data-sizes-portrait="(min-width:1200px) 540px, (min-width:768px) 420px, 92vw" data-sizes-landscape="100vw" sizes="(max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px" />    </span>

        <figcaption class="image-caption__caption">
                    <div class="image-description text-start">Eine Diskette als Zeitzeugnis: Toby Mittermeier sammelt und archiviert historische Computertechnik.</div>
                            <div class="photographer-info text-start">Bild: Screenshot</div>
            </figcaption>
    </figure>



<p>Inzwischen absolviere ich ein Online-Musikstudium im Bereich Elektronische Tanzmusik in Berlin und bin regelmässig im Austausch mit den anderen Studierenden sowie mit bekannten Persönlichkeiten der Szene, die Interviews geben. Unter dem Namen Logicode produziere ich auch eigene Songs, die auf youtube.com (Electric Hope) abrufbar sind. Neben Musikprogrammen setze ich auch Keyboard, Drum Machines oder andere Instrumente ein. </p>
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		<title>Skifahren mit dem Schnee von gestern</title>
		<link>https://www.generationentandem.ch/skifahren-mit-dem-schnee-von-gestern/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[UND Generationentandem]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Schnee vom vergangenen Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[slider-live]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der langfristige Trend ist klar: Die Häufigkeit und Intensität von Schneefällen gehen zurück. Laut einer Analyse der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) hat es in den vergangenen 30 Jahren in der Schweiz je nach Ort und Lage bis zu 60 Prozent weniger Schneetage als in der Periode von 1963 bis 1992 gegeben. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Der langfristige Trend ist klar: Die Häufigkeit und Intensität von Schneefällen gehen zurück. Laut einer Analyse der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) hat es in den vergangenen 30 Jahren in der Schweiz je nach Ort und Lage bis zu 60 Prozent weniger Schneetage als in der Periode von 1963 bis 1992 gegeben. Das bedeutet vor allem für niedriger gelegene Skigebiete eine deutlich kürzere Wintersaison und entsprechend weniger Einnahmen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Lösung mit Schattenseiten</h3>



<p>Als Reaktion auf die reduzierte Verfügbarkeit des «weissen Goldes» Schnee setzen Wintersportorte auf technisch erzeugten Schnee, der mittels Schneekanonen auf die Skipisten ausgebracht wird. Der Kunstschnee hat allerdings eine Reihe von Nachteilen: Er benötigt grosse Mengen an Wasser (für das Beschneien eines Hektars Pistenfläche werden etwa eine Million Liter Wasser benötigt), seine Erzeugung ist energieintensiv, er verdichtet den Boden, und die zugesetzten Chemikalien können nachteilige Auswirkungen auf Flora und Fauna haben. Zudem verursachen die lauten Schneekanonen eine erhebliche Lärmbelästigung. Daher suchen viele Wintersportregionen nach Alternativen. Eine davon ist das Snowfarming. Was ist darunter zu verstehen – ein Bauernhof zum Anbau von Schnee? Das «Farming» bezieht sich nicht auf den Anbau von Schnee, sondern auf die Lagerung, den haushälterischen Umgang mit der natürlichen Ressource Schnee. Kurz gesagt wird Schnee, der am Ende der Saison noch vorhanden ist, aufgehoben, um ihn in der Folgesaison nochmal zu nutzen. Ein zweiter Winter für den Schnee von gestern.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie Snowfarming funktioniert</h3>



<p>Im Detail läuft das Snowfarming so ab: Der Schnee, der nach Abschluss der Saison noch auf den Pisten liegt, wird gesammelt und zu grossen Schneehaufen zusammengeschoben. Diese Schneehaufen werden dann abgedeckt, um sie vor der Sommerhitze zu schützen. Als Isoliermaterialien werden entweder Kunststoff-Planen, Hackschnitzel oder Sägemehl eingesetzt. Die Schneeverluste über Sommer betragen je nachdem, wie gut die Abdeckung ist, zwischen 13 und 50 Prozent (Angaben vom WSL), das heisst ein grosser Teil des Schneevorrats bleibt erhalten. Im Herbst wird dann die Isolierschicht entfernt und der Schnee wird auf die Pisten verteilt, um einen frühen Saisonstart zu ermöglichen. Zudem ist der Saisonstart vorhersagbar, denn mit der Nutzung des konservierten Schnees ist man unabhängig davon, wann der erste Schneefall einsetzt.</p>



<blockquote class="custom-quote-block">
            <p>«Snowfarming bedeutet nicht, Schnee anzubauen, sondern ihn klug zu bewahren.»</p>
        
            <cite class="quote-author">Helmut Segner</cite>
    </blockquote>

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        <figcaption class="image-caption__caption">
                    <div class="image-description text-start">Abgedecktes Schneedepot in den Alpen: So wird Schnee über den Sommer konserviert und im Herbst wieder auf die Pisten verteilt.</div>
                            <div class="photographer-info text-start">Bild: Wikimedia</div>
            </figcaption>
    </figure>



<h3 class="wp-block-heading">Snowfarming im Berner Oberland</h3>



<p>Ein Ort, an dem Snowfarming bereits praktiziert wird, ist das Engetal bei Stechelberg im Berner Oberland. Hier werden im Sommer jeweils zwei Schneedepots errichtet. Rund 95&#8217;000 Kubikmeter Schnee werden Ende Juni in Trapezform rund zehn Meter hoch aufgeschüttet. Die Oberseiten der Schneehaufen werden anschliessend mit Dämmplatten aus Hartschaum abgedeckt, mit Schaumstoff-Matten überdeckt und diese wiederum mit einem Nahtabdeckband fixiert. Zum Schluss wird das gesamte Depot mit weissen Gletschervliesbahnen beschichtet. Ende Oktober werden die Depots abgedeckt, der Schnee verteilt und zu einer Skipiste verarbeitet. Der verfügbare Schnee ermöglicht einen frühen Wintersaisonstart Anfang November. Dieser frühe Start ist auch für regionale Ski-Teams von Bedeutung, da diese so die die Möglichkeit erhalten, ohne grossen Aufwand für die bevorstehende Saison wichtige Trainings zu absolvieren.</p>



<blockquote class="custom-quote-block">
            <p>«Rund 95&#8217;000 Kubikmeter Schnee werden im Sommer zu Schneedepots aufgeschichtet.»</p>
        
            <cite class="quote-author">Helmut Segner</cite>
    </blockquote>


<h3 class="wp-block-heading">Die Vorteile des Snowfarming</h3>



<p>Verglichen mit anderen Methoden des Schneemanagements bietet Snowfarming eine Reihe von Vorteilen:<br>Man kann die Saison früher eröffnen. Beispielsweise startet die Tschentenalp in Adelboden die Skisaison mittels Snowfarming bereits am 28. Oktober.<br>Snowfarming ermöglicht weitgehend einen vorhersagbaren Start in die Wintersaison, was auch gerade für Sportveranstaltungen wichtig ist.</p>



<p>Die Methode ist nachhaltig und ressourcenschonend. </p>
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	            data-title="Skifahren mit dem Schnee von gestern" 
	            data-home="https://www.generationentandem.ch"></div><p>The post <a href="https://www.generationentandem.ch/skifahren-mit-dem-schnee-von-gestern/">Skifahren mit dem Schnee von gestern</a> appeared first on <a href="https://www.generationentandem.ch">UND Generationentandem</a>.</p>
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		<title>Wohnen unter einem Dach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[UND Generationentandem]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
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<p></p>



<p>Text: Rebecca Horner (24) und Thomas Handschin (77) </p>



<p>Kurz vor der Jahrtausendwende machten sich in Bern ein paar gute Bekannte Gedanken zu ihrer Wohnsituation. Die Pensionierung stand in Reichweite, ein guter Moment für die Suche nach längerfristigen Lösungen. Ihnen war klar: Jetzt, wo die Kinder ausgeflogen sind, ist das eigene Haus zu gross geworden. Etwas Neues kam aber nur in Frage, wenn es altersgerecht gebaut war und ein Wohnen «bis zum Schluss» erlaubte. Läden und der öV sollten in der Nähe verfügbar sein, und jede/r seine eigenen vier Wände bewohnen.</p>



<p>Die Suche begann – und erwies sich als schwierig. Kein Objekt besass die gewünschten Eigenschaften. Schliesslich kauften sie ein Mehrfamilienhaus im zentrumsnahen Lorraine-Quartier, renovierten es aufwendig, versahen es mit einem Lift und entfernten die Schwellen im Zugangsbereich. Ein Gemeinschaftsraum mit Gästezimmer, eine Werkstatt, eine Waschküche, ein Innenhof und ein Keller sollten die täglichen Kontakte ebenso fördern wie die gläsernen Wohnungstüren. Pro Stockwerk war eine einzige Wohnung vorgesehen, die bei Bedarf aber ohne grossen Aufwand in zwei kleinere umgebaut werden könnte.</p>



<p>«Alt werden mit Gleichgesinnten» lautete die Absicht der Gemeinschaft, die sich in Anlehnung an ihr Alter «55» oder «füfefüfzg» nannte. Wir haben drei Bewohnende im Juli 2025 befragt, welche persönlichen Erfahrungen sie in diesem Vierteljahrhundert gemacht haben, und welche Tipps sie für Interessierte haben.</p>



<p>Pierin Schibler, «der Eigentümer»</p>



<p>Er wirkt viel jünger, ist mit seinen 92 Jahren aber der älteste Bewohner des «55». Er war von Anfang an mit dabei, um eine Eigentumswohnung zu finden, die ihm und seiner Frau zusagte. Im Gegensatz zu den künftigen Nachbar:innen war ihnen weniger am aufkommenden Gemeinschaftsgedanken gelegen. Weil sie viele Jahre mit ihrem Weingut in Italien beschäftigt waren, konnten sie sich bei der Planung nur beschränkt einbringen.</p>


<figure id="image-caption-block_7fa3bfcee2740cbece07cfd33d1d467c" class="image-caption-block image-caption mb-3 aligncenter">
    
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                    <div class="image-description text-start">Pierin Schibler (92), seit Beginn  Bewohner des  «55».</div>
                            <div class="photographer-info text-start">Bild: Thomas Handschin</div>
            </figcaption>
    </figure>



<p>Pierin Schibler erinnert sich gerne an manche Anlässe und gemeinsame Ausflüge der «55»er. Problematisch waren für ihn die Diskussionen um die Gestaltung des gemeinsamen Eigentums. Weil sich unter ihnen ein Architektenpaar befand, das die Planung leitete, hatte es jeweils das letzte Wort.<br>«Ich wollte nie in ein Altersheim», sagt er laut und deutlich, denn: «Was soll ich dort mit den andern ü90 anfangen?» Im «55» hat er Kontakt zu den vertrauten Mitbewohner:innen, «das ist mir viel wert.» Pierin Schibler beansprucht mehrmals wöchentlich die Dienste der Spitex und eines Home-Service. Dank dieser Unterstützung kann er auch nach dem Tod seiner im Frühjahr verstorbenen Ehefrau weiterhin in der geräumigen Wohnung leben. Seine Fitness erlaubt es ihm, selbständig einkaufen zu gehen.</p>



<p>Würde er das Projekt «55» heute weiterempfehlen? Seine Antwort ist ein klares «Ja, aber». Der 92-Jährige würde es gerne weiterempfehlen, aber nur unter der Bedingung, dass die Planung durch Aussenstehende erfolgt. Nur so sei garantiert, dass die künftigen Nachbarn bereits in dieser wichtigen Phase einander gleichgestellt sind. Zudem sollte nach Möglichkeit auf eine altersmässige Durchmischung geachtet werden, zumal Gleichaltrige mit den Jahren kaum mehr Nachbarschaftshilfe leisten können.</p>



<p>In diesem Zusammenhang macht er aufmerksam auf die Organisationsform einer Hausgemeinschaft: Bei einem anstehenden Wohnungsverkauf dürfte in einer Genossenschaft deren Versammlung darüber entscheiden, welche der vorliegenden Bewerbungen den Zuschlag erhält und als neue Familie willkommen ist. Anders im «55»: Die einzelnen Eigentümer:innen dürfen ihre Wohnungen ohne das OK der Gemeinschaft verkaufen.</p>



<p>Therese Ghielmetti, «die Mieterin»</p>



<p>Therese Ghielmetti ist 2024 zum zweiten Mal ins «55» eingezogen. Zuvor hatte sie im Tessin als Alleinstehende auf dem Land gewohnt. Sie wollte das Stadtleben kennen lernen und zog in die Hausgemeinschaft Brunnmatt in Bern. Das Gemeinschaftsleben gefiel ihr dort sehr. Als aber im schönen »55« eine Wohnung frei wurde, ergriff sie die Gelegenheit und zügelte an den Schulweg im Lorraine-Quartier.</p>


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                    <div class="image-description text-start">Therese Ghielmetti (82), schätzt das Gemeinschaftsleben im «55».</div>
                            <div class="photographer-info text-start">Bild: Thomas Handschin</div>
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    </figure>



<p>Dort genoss sie die Aktivitäten, die die Wohngemeinschaft zusammen unternahm. Bei der monatlichen »Vollmondsuppe«, die an jedem Vollmondabend im Gemeinschaftsraum stattfand und die auch so manche Quartierbewohner:innen anzogen, war sie stets mit dabei. Auch das gemeinsame sonntägliche Zmorge bereitete ihr viel Freude. Weil sie als einzige keine Tageszeitung abonniert hatte, organisierte die Hausgemeinschaft jeden Donnerstagmorgen ein sogenanntes «Pressecafé», an dem die Aktualitäten diskutiert wurden. Ab und zu gab es gemeinsame Mahlzeiten, zu denen man Bekannte mitbringen konnte. An den monatlichen Haussitzungen, bei denen Alltagsthemen der Hausgemeinschaft besprochen wurden, durfte sie als Mieterin ebenfalls teilnehmen.</p>



<p>Während neun Jahren genoss sie ihre Stadtwohnung, bis ihr Bruder an Parkinson erkrankte. Sie wollte sich um ihn kümmern und zog zu ihm nach Zollikofen. Nachdem er verstorben war und sie von ihren Berner Bekannten erfuhr, dass aus dem Gemeinschaftsraum eine Wohnung wurde, entschloss sie sich, an den Schulweg zurückzukehren.</p>



<p>Ihr gefällt die Hausgemeinschaft. Dabei findet sie, der Umgang sei gut. Zwar gab es in der Vergangenheit bei Entscheidungen einige Spannungen, doch die Konflikte beruhigten sich.<br>Für das positive Zusammenleben sind ihrer Ansicht nach die Konsens- und Diskussionsbereitschaft wichtige Voraussetzungen. Zuhören sollte man ebenfalls können und in den Sitzungen müssen die Fakten dominieren.</p>



<p>Therese Ghielmetti ist heute 82 und sagt ohne zu zögern, dass sie sofort wieder in eine solche Wohngemeinschaft ziehen würde.</p>



<p>Urs Grandjean, «der Architekt»</p>



<p>Zusammen mit seiner Gattin betrieb der heute 86-Jährige ein Architekturbüro und hatte beim Kauf des Umbauobjekts und der Planung des «55» einen massgebenden Einfluss. Er bewohnt die geräumige Parterrewohnung mit direktem Zugang in den Innenhof.</p>



<p>Die Aussicht, mit Gleichgesinnten ein derartiges Projekt zu realisieren, hat ihn zum Mitmachen motiviert. Weil das alte ehemalige Arbeiterhaus keinen Lift hatte, war für ihn «die hindernisfreie Erschliessung der Vertikalen» eine besondere Herausforderung. Ein komfortabler Lift fährt heute von zuoberst bis ins Kellergeschoss.</p>


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                    <div class="image-description text-start">Urs Grandjean (86), Architekt und Mitplaner des «55».</div>
                            <div class="photographer-info text-start">Bild: Thomas Handschin</div>
            </figcaption>
    </figure>



<p>Früher habe man sich oft getroffen, auch am Abend. Mit zunehmendem Alter kam es seltener dazu, und «jetzt ist gar nichts mehr». Schade findet er auch die Umwandlung des Gemeinschaftsraums in eine Wohnung, und dass das Gästezimmer aufgehoben wurde. Trotzdem würde er das Unternehmen ein zweites Mal wagen – allerdings nur in der Art, wie man es sich zu Beginn vorgestellt hatte. «Heute wird leider nur noch verwaltet, nicht mehr gelebt.»</p>



<p>Da seine Gattin seit dem Frühling mit einer chronischen Krankheit im Spital lebt, wohnt er allein in seiner grossen Wohnung. Sein Fazit ist dennoch positiv: Wir haben viele gute Momente erlebt. Und: «Man lebt nicht von Enttäuschungen, sondern davon, dass es weitergeht.» </p>



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            <h4 class="toggle-title mb-0 me-2 fs-4 fs-md-4 text-start">Wie wohnen die «55»er-Pioniere heute?</h4>
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            <div class="toggle-content">
                <p>Vor zehn Jahren lebten elf Personen – 6 Frauen und 5 Männer – in den damals sieben Wohnungen. Drei davon sind in der Zwischenzeit verstorben, zwei sind ins Alters- und Pflegeheim umgezogen, und zwei Wohnungen haben die Besitzer gewechselt. Noch fünf der anfänglich elf Personen – zwei Frauen und drei Männer &#8211; wohnen weiterhin im «55».</p>
<p>Heute wohnen insgesamt 15 Personen im Füfefüfzg, darunter zwei Kleinkinder: die Vorboten des kommenden Generationenwechsels am Schulweg in Bern.</p>
            </div>
        </div>
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<p></p>
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	            data-home="https://www.generationentandem.ch"></div><p>The post <a href="https://www.generationentandem.ch/wohnen-unter-einem-dach/">Wohnen unter einem Dach</a> appeared first on <a href="https://www.generationentandem.ch">UND Generationentandem</a>.</p>
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		<title>Kommunikation beeinflusst uns</title>
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		<dc:creator><![CDATA[UND Generationentandem]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Jan 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wandelbar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die – lebendig, real – Teilnehmenden:Annemarie Voss (80) hat auch als Pensionierte zunächst Medien wie Mail und WhatsApp ausgiebig gebraucht, etwa in Vereinen; das hat sie später stark reduziert.Anita Bucher (62) hat in der Berufsarbeit im Spital die stete Zunahme der Medien erlebt; später bei Freiwilligen-Aktivitäten deutlich weniger.Jonas Friedrich (43), sich schon in der Ausbildung [&#8230;]</p>
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<p></p>



<p>Die – lebendig, real – Teilnehmenden:<br>Annemarie Voss (80) hat auch als Pensionierte zunächst Medien wie Mail und WhatsApp ausgiebig gebraucht, etwa in Vereinen; das hat sie später stark reduziert.<br>Anita Bucher (62) hat in der Berufsarbeit im Spital die stete Zunahme der Medien erlebt; später bei Freiwilligen-Aktivitäten deutlich weniger.<br>Jonas Friedrich (43), sich schon in der Ausbildung intensiv mit Informatik befassend, erlebt jetzt die Allgegenwart elektronischer Kommunikation im Berufsleben.<br>Barbara Friedrich (41) geht es im Büro, aber auch daheim ebenso. Mit 18 Jahren, mit dem ersten Handy ist das losgegangen.<br>Viktoria Vitanova (32) stieg da mit 12 Jahren ein. Heute steht sie im universitären Umfeld in einem permanenten Mail-Verkehr.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Gute alte Formen</h3>



<p>Die Briefe, die Postkarten! Nostalgie kommt auf. Seinerzeit hatte man Brieffreundschaften, berichten nicht nur die Älteren – wogegen aktuell nicht mehr viel läuft. Annemarie vergleicht aber: «WhatsApp hat keine Handschrift». Viktoria, die zur Forschung oft historische Briefe liest, weiss, wie viel diese über Personen und Zeitgeschehen verraten. Barbara zu den Postkarten: Elektronische Botschaften, deren Flüchtigkeit sie bemängelt, «kann man nicht an den Kühlschrank hängen». </p>



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            <h4 class="toggle-title mb-0 me-2 fs-4 fs-md-4 text-start">Telefon mit Kurbel, Besuch ohne Anmeldung</h4>
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            <div class="toggle-content">
                <p>Werner Kaiser (87)</p>
<p>Ich bin beim Onkel zu Besuch. Als Inhaber einer «Handlung» (so hiessen damals Allerweltsläden) hatte er – einer der ganz wenigen – ein Telefon. Das faszinierte mich kleinen Bub. Er nahm den Hörer von der Gabel, drehte ein paarmal an einer Kurbel, die Frau in der Zentrale meldete sich: Wen wünschen Sie sich? – Die Nummer 7. – Danke, ich verbinde Sie.</p>
<p>Die schnellste Möglichkeit, sich mit jemandem zu verbinden, war das Telegramm. Auch das geschah durch Kontakt mit dem Mittelsmann, der es im Morse-System weiterleitete. Das Morse-Alphabet, heute kaum mehr bekannt, lernte ich dann selber, um es auf Briefen an unsere Verwandten anzuwenden.</p>
<p>Als ich 16 wurde, nahm mich Papa gelegentlich ins Büro. Da stand eine grosse Maschine, doppelt so hoch wie die Schreibmaschine. Ich durfte damit 25 x 25 ausrechnen. Ich tippte 25 ein und drehte 25-mal eine Kurbel, bis am Schluss das Resultat dastand: 625.</p>
<p>Am Sonntag gingen wir oft Verwandte besuchen. Völlig unangemeldet – das Telefon hatten ja nur ganz wenige – klopften wir an und waren wie selbstverständlich willkommen. Wer sonst noch dort war, war dem Zufall überlassen. Ich finde schön, dass wir uns heute anmelden können, aber die ältere Willkommenskultur hatte auch ihren Zauber.</p>
            </div>
        </div>
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<p>Doch diese Formen sind klar auf dem Rückzug. Das hat auch mit der Verschiebung unserer Information von Texten zu Bildern zu tun.</p>



<p>Das Telefon, früher in Form des Festnetzes! Immerhin geht es darum, jemanden zu hören. Annemarie schätzt es besonders, Stimmen zu erkennen, durch sie zu merken, wie es einem – vielleicht fernen – Gegenüber geht – oder dessen veraltete Sprache zu entdecken. Viktorias Familie lebt in Bulgarien; während sie ihre Eltern täglich per WhatsApp kontaktiert, ruft sie ihre Oma an.</p>


<figure id="image-caption-block_de099aca5b057ca847c3453f79da29b9" class="image-caption-block image-caption mb-3">
    
    <span class="image-caption__frame" aria-hidden="true">
        <img width="1024" height="461" src="https://cdn-und.s3.eu-central-1.amazonaws.com/wp-content/uploads/2026/01/Kommunikation_Herbstausgabe-2025_Wandelbar_unsplash-1.jpg" class="img-fluid image-caption-img image-caption__media" alt="" data-lightbox="gallery-136119" data-title="Vom schweren Wandtelefon über das erste Nokia bis zum Smartphone: Jedes Gerät steht für eine Epoche – und für eine neue Art, wie Menschen miteinander in Kontakt treten. | Bild: Unsplash" data-format-mode="auto" data-force-eager="true" loading="eager" decoding="sync" data-sizes-portrait="(min-width:1200px) 540px, (min-width:768px) 420px, 92vw" data-sizes-landscape="100vw" sizes="(max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px" />    </span>

        <figcaption class="image-caption__caption">
                    <div class="image-description text-start">Vom schweren Wandtelefon über das erste Nokia bis zum Smartphone: Jedes Gerät steht für eine Epoche – und für eine neue Art, wie Menschen miteinander in Kontakt treten.</div>
                            <div class="photographer-info text-start">Bild: Unsplash</div>
            </figcaption>
    </figure>



<h3 class="wp-block-heading">Handy und Computer</h3>



<p>Nun befinden wir uns in der heutigen Welt. Wo noch gelesen wird, teils lang oder oberflächlich im Mail, teils minimal im SMS. Nicht mehr in der Zeitung, sondern auf Bildschirmchen. Viktoria erinnert sich an eine bildliche Gegenüberstellung: Mehrere Personen nebeneinander, jede hinter ihrer Zeitung – mehrere je auf ihrem Handy. Ist das eine schlimmer als das andere? Natürlich wäre über die Qualität des Gelesenen (oder Gehörten) zu diskutieren!</p>



<p>Wir leben alle mit Handys, und die haben viele Vorteile. In Notfällen besonders. Distanzen werden bedeutungslos, Familien finden zusammen. Gab es noch 1999 in USA erst kürzeste Mitteilungen, so ist heute schlicht alles verfügbar. Schwierigkeiten werden überwunden: Annemarie berichtet von einem Analphabeten, der sich dennoch mitteilen kann, dank Sprachnachricht; und dem KI ermöglicht, etwas auf deutsch zu schreiben. Aber man erlebt auch Stress, betont Anita; wie häufig muss ich nachschauen, wie schnell antworten? Es geht so leicht, etwas zu verbreiten!</p>



<p>Bräuche etablieren sich. Die SMS, noch angereichert durch Emojis, sind kurz – und oft schwer verständlich. Es ist da, wie in jeder Generation, ein «Slang» entstanden, findet Jonas. Chats spielen zunehmend eine Rolle. Da bekommt man sehr viel Uninteressantes vorgelegt. Beteiligt man sich selber daran und vergrössert die Flut der «Informationen», häufig mit Bildern? Eine Steigerung noch: Kurz-Videos. Die entsprechen indessen der verminderten Aufnahmefähigkeit, die heute oft beobachtet wird: 30 Sekunden Aufmerksamkeit liegen noch drin.</p>



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            <h4 class="toggle-title mb-0 me-2 fs-4 fs-md-4 text-start">Wunschdenken</h4>
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            <div class="toggle-content">
                <p>Anita Bucher (62)</p>
<p>Der Hirnforschung gelingt es zu beweisen, dass längerer Gebrauch von Smartphones die Aufmerksamkeits-Spanne bei Menschen, vor allem bei Jugendlichen und Kindern deutlich verkürzt. Zudem ist die Menschheit durch die dauernde Erreichbarkeit und die ständige Berieselung mit Nachrichten aus aller Welt zunehmend überfordert und gestresst.</p>
<p>Deshalb werden die Smartphones weltweit verboten und durch Handys ersetzt, die nur über rudimentäre Funktionen verfügen. Damit kann man telefonieren und Kurznachrichten schreiben. Punkt, Schluss! Viele negative Erscheinungen unserer Zeit würden dadurch wegfallen, wie zum Beispiel jemanden anonym anzugreifen, indem man Unwahrheiten über die betreffende Person verbreitet und ihr dadurch schadet. (Dies geschieht heute schon unter Schulkindern.) In der Folge finden wieder mehr reale Begegnungen und Gespräche statt, was ein Grundbedürfnis von uns Menschen ist.</p>
<p>Mein Wunsch ist utopisch, ich weiss. Wünschen und hoffen darf ich ja.</p>
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<h3 class="wp-block-heading">Grundbedürfnisse und Blasen</h3>



<p>Anita erinnert sich, wie ihr Vorgesetzter im oberen Stock ihr nahelegte, mit Fragen nicht mehr vorbeizukommen, sondern ihm zu schreiben – elektronisch natürlich. Barbara schildert, wie sechs (junge) Leute auf einem Sofa sitzen und nicht miteinander reden, sondern … Es ist offensichtlich, dass die direkte Kommunikation, von Angesicht zu Angesicht, gelitten hat. Menschen hinter ihren Natels, auch in Gesellschaft, Menschen mit Kopfhörern – in einer Blase – hintertreiben sie. Dabei zählen doch Nähe und Kontakt zu den menschlichen Grundbedürfnissen.</p>


<figure id="image-caption-block_e353dbc581475163a20174b803637407" class="image-caption-block image-caption mb-3 aligncenter">
    
    <span class="image-caption__frame" aria-hidden="true">
        <img width="1024" height="681" src="https://cdn-und.s3.eu-central-1.amazonaws.com/wp-content/uploads/2026/01/Kommunikation_Herbstausgabe-2025_Wandelbar_unsplash.jpg" class="img-fluid image-caption-img image-caption__media" alt="" data-lightbox="gallery-136119" data-title="Früher hing die Postkarte am Kühlschrank, heute im digitalen Strom. | Bild: Unsplash" data-format-mode="auto" data-force-eager="true" loading="eager" decoding="sync" data-sizes-portrait="(min-width:1200px) 540px, (min-width:768px) 420px, 92vw" data-sizes-landscape="100vw" sizes="(max-width: 639px) 98vw, (max-width: 1199px) 64vw, 770px" />    </span>

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                    <div class="image-description text-start">Früher hing die Postkarte am Kühlschrank, heute im digitalen Strom.</div>
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            <h4 class="toggle-title mb-0 me-2 fs-4 fs-md-4 text-start">Jedesmal Postleitzahl</h4>
            <i class="toggle-icon bi text-dark bi-chevron-down"></i>
        </div>
        
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            <div class="toggle-content">
                <p>Annemarie Voss (80)</p>
<p>Damals, 1964, verschickte die PTT noch viele Briefe, handgeschriebene, nicht immer leicht zu entziffernde. Ich habe damals viele Briefe geschrieben, und ebenfalls eine Menge erhalten. Ein Brief wurde schon im Treppenhaus aufgerissen; aber ich habe immer aufgepasst, dass die Marke unversehrt blieb, weil mein Cousin Marken sammelte.</p>
<p>Mein Bruder hatte sehr lange kein Telefon, konnte also nur per Briefpost erreicht werden. Als ich ihm einmal dringend eine Mitteilung übermitteln musste, blieb nur eine Möglichkeit: ein Telegramm. Das hiess zur Post gehen, am Schalter ein Formular verlangen und den Text kürzestmöglich aufschreiben. Ich kann mich daran erinnern, dass man in der Post immer lange warten musste, auch wegen der Einzahlungen. Besonders am Monatsende habe ich den Postbesuch zu vermeiden versucht.</p>
<p>Im Keller habe ich heute noch viele Ordner mit Briefen, die ich erhalten habe. Aus den 1970er Jahren, als ich in Hamburg wohnte, habe ich sogar viele Briefe in Kopie, die ich selber geschrieben habe. Ich arbeitete als «Kontoristin» und war nicht immer ausgelastet. Ich konnte private Briefe schreiben – mit Durchschlag.</p>
<p>Viele Jahre später, längst wieder in der Schweiz, habe ich nach dem Tod meiner Freundin bei ihr Ordner gefunden mit all den Briefen, die ich ihr geschrieben hatte. Wenn ich meine und ihre Briefe lese, ist das fast wie ein Tagebuch; viele Erinnerungen werden wach.</p>
            </div>
        </div>
    </div>
</div>

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<p>Nun erkennt man jedoch ein anderes Grundbedürfnis: online zu sein. Barbara beobachtet es bei Hotelgästen: Erste Frage älterer Besucher: Gibt es WLAN, WIFI? Annemarie im Zug: Touristen schauen nicht hinaus; bei BnB-Gästen: sie richten ihr Programm nach ihren Followern.</p>



<blockquote class="custom-quote-block">
            <p>«Wenn etwas nichts kostet, bist du das Produkt.»<br />
</p>
        
            <cite class="quote-author">Jonas Friedrich</cite>
    </blockquote>


<p>Ein weiteres Bedürfnis offenbar: sich darzustellen. Dazu dienen etliche der «sozialen Medien». Selber zu posten dürfte da attraktiver sein, als sich all das anzusehen. Man lässt sich gern bestätigen. Gewisse Plattformen führen den aufwärts, aber keinen abwärts gerichteten Daumen. Das fördert die Blasenbildung! Ein wichtiges Argument mitzumachen liegt beim Preis. Doch: «Wenn etwas nichts kostet, bist du das Produkt», sagt Jonas, der auf Facebook, Linkedin usw. verzichtet. Anbieter wollen etwas von dir, «sie sind keine Gutmenschen», meint Barbara.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was tun?</h3>



<p>Verzichten? Viktoria findet, man habe alles Neue stets mitgemacht – und die Angebote werden immer attraktiver. Weniger wäre wohl besser. Das gilt ebenso in der Arbeitswelt. Abschalten können, sich dem Stress, dem Zwang zur ständigen (digitalen) Präsenz verweigern. Ferien machen – «digitale Detox» (Entgiftung), sagt Jonas. Er besitzt zwei Handys: ein privates, eins für den Beruf. Was wäre nötig? Blasen aufzubrechen – und eine differenzierte Auseinandersetzung mit den Medien.</p>



<p>Wer jetzt Kinder hat, ist selber schon mit den modernen Mitteln aufgewachsen. Barbara und Jonas haben zwei Töchter, zehn und neun Jahre alt, deren Verhalten sie beobachten, denen sie aber auch helfen wollen. Das eine Mädchen will mit einer Freundin abmachen – muss es per Handy sein, wenn es sie morgen in der Schule trifft? Vieles geht über Vorbilder. Die Schule verlangt, Tagebuch zu schreiben. Die Eltern schreiben und lesen, auch Bücher. Plötzlich reizt das die Mädchen auch. Postkarten? Die zwei sind enttäuscht, wenn sie keine (reale) Post bekommen.</p>



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            <h4 class="toggle-title mb-0 me-2 fs-4 fs-md-4 text-start">«Nicht alleine» ist kein Synonym von «gemeinsam»</h4>
            <i class="toggle-icon bi text-dark bi-chevron-down"></i>
        </div>
        
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            <div class="toggle-content">
                <p><strong>Viktoria Vitanova-Kerber (32)</strong></p>
<p>Heutzutage sind wir nie wirklich alleine. Im Zug, auf dem Sofa, im Supermarkt, in der Mittagspause – in unserer Hand liegt die ganze Welt, wenn wir das Natel rausholen. Wir sind vernetzt, informiert, erreichbar und mobil. Können für Sekunden die meisten Fragen, die uns in den Sinn kommen, mit Google oder ChatGPT beantworten, unserer Familie Urlaubsbilder in Echtzeit schicken, kostenlos mit den Freunden Videogespräche führen und eine dringende Mail von der Seilbahn-Kabine aus beantworten. Wir können mühelos Zeit – ob wir sie haben oder nicht – durch Unterhaltung totschlagen, indem wir, fast voyeuristisch, das Leben von Unbekannten live verfolgen. Langeweile existiert nur, wenn das Ladekabel gerade nicht dabei ist.</p>
<p>Wir sind nie allein; dabei würde uns vielleicht gerade das Alleinsein guttun. Uns zu langweilen und mal wieder einfach durchs Fenster zu schauen und den (eigenen!) Gedanken freien Lauf zu lassen. Den konstanten Informations- und Reizfluss auf TikTok und Instagram zu unterbrechen und das Hier und Jetzt vollständig zu erleben. Uns nicht tagtäglich um die Erstellung eines perfekten digitalen Ichs zu kümmern, uns nicht ständig an den Anderen zu messen und unseren Selbstwert nicht von ihrer Bestätigung mittels «Likes» abhängig zu machen.</p>
<p>Das moderne Sozial- und Berufsleben erwartet von uns Multitasking, Hypermobilität und uneingeschränkte Erreichbarkeit, doch was erwarten wir von unserem Leben? Wir sind nie ganz allein; aber solange wir versuchen, in zwei Welten gleichzeitig zu leben – der realen und der virtuellen –, werden wir auch nie wirklich Gemeinschaft erleben.</p>
            </div>
        </div>
    </div>
</div>

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<p>Gute Ratschläge haben wir, stellt die Gruppe fest. Uns selber zu kontrollieren, darum bemühen wir uns. Kritisch zu sein. Ob wir uns unsererseits in einer Art Blase befinden? </p>



<p></p>
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	            data-home="https://www.generationentandem.ch"></div><p>The post <a href="https://www.generationentandem.ch/kommunikation-beeinflusst-uns/">Kommunikation beeinflusst uns</a> appeared first on <a href="https://www.generationentandem.ch">UND Generationentandem</a>.</p>
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		<title>Das Diktat der Rocklänge</title>
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		<dc:creator><![CDATA[UND Generationentandem]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Generationenfragen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die beiden Autorinnen können sich an Zeiten erinnern, als Fast Fashion noch kein Thema war. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg waren die meisten Menschen froh, wenn sie genug zu essen und passende Kleider für jedes Wetter hatten. In den folgenden Jahren richteten sich alle nach dem allgemein gültigen Modediktat. Farben, Schnitte und Rocklängen waren bestimmt. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Die beiden Autorinnen können sich an Zeiten erinnern, als Fast Fashion noch kein Thema war. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg waren die meisten Menschen froh, wenn sie genug zu essen und passende Kleider für jedes Wetter hatten. In den folgenden Jahren richteten sich alle nach dem allgemein gültigen Modediktat. Farben, Schnitte und Rocklängen waren bestimmt. Das änderte sich in den 60er Jahren. Und heute – ist quasi alles erlaubt.</p>



<p><strong>Annemarie: </strong>In den 1950ern gab es zwar bereits Konfektionsmode, also Kleider «von der Stange», aber in der Nachkriegszeit war es üblich, Kleidung selbst herzustellen – genäht, gestrickt oder gehäkelt. Dabei wurde gespart, Kleidung geflickt und Kinder trugen oft aus den abgetragenen Kleidern der Erwachsenen gefertigte Stücke. Recycling fand direkt im eigenen Haushalt statt.</p>



<p><strong>Erika: </strong>Meine Mutter schneiderte die meisten unserer Kleider selbst, allerdings mit Hilfe einer befreundeten gelernten Schneiderin. Da hiess es jeweils Mass nehmen und später Anproben durchstehen.<br>Annemarie: Besonders unangenehm waren die selbstgestrickten Strümpfe, die vor allem halbwüchsige Mädchen tragen mussten. Erst gegen Ende der Schulzeit waren Helanca- und später Nylonstrümpfe erlaubt oder vorgeschrieben. Diese wurden mithilfe von «Gstältlis», wenig ansehnlichen Miedern, befestigt. Bei kräftigeren Beinen schnürten sie ein und beulten an den Knien schnell aus. Der obere Teil des Oberschenkels blieb oft unbedeckt. Bei den Nylonstrümpfen hatten wir oft mit Laufmaschen zu kämpfen. Der Verschleiss war hoch und die Sache entsprechend teuer. In den 1950er Jahren war es den Mädchen untersagt, in der Schule Hosen zu tragen; stattdessen trugen alle Schürzen.<br>Erika: Die wollenen Strumpfhosen waren schrecklich! Ich wurde 1964 konfirmiert. Alle Mädchen trugen damals schwarze Röcke oder Zweiteiler, die unters Knie reichten.</p>



<blockquote class="custom-quote-block">
            <p>«Mit den 1960er Jahren kam Schwung in die Mode: Mary Quant, der Minirock und Twiggy sorgten für Aufsehen – und bei manchen für Ablehnung.»</p>
        
            <cite class="quote-author">Annemarie Voss</cite>
    </blockquote>


<p><strong>Annemarie: </strong>Mit den 1960er Jahren kam aber Schwung in die Mode. Mary Quant, der Minirock und Twiggy sorgten für Aufsehen – und bei manchen für Ablehnung. Mary Quant verwendete als Erste PVC (Kunststoff) für Regenmäntel und Stiefel und machte bunte, gemusterte Strumpfhosen populär. Für ihre Verdienste wurde Mary Quant 1966 von Königin Elizabeth mit dem «Order of the British Empire» ausgezeichnet.</p>



<p><strong>Erika: </strong>Ja, und der Rockabilly-Trend schwappte allmählich von Amerika zu uns nach Europa hinüber. Ich besuchte in den späten 60ern das städtische Lehrerinnenseminar Marzili. Hier spürte man den Umbruch deutlich. Die Handarbeitslehrerin wollte uns noch auf das Tragen einer Schürze einschwören, was ihr nicht gelang. Und im letzten Seminarjahr setzten sich die Hosen unaufhaltsam durch. Ich richtete mich sehr nach der Mode. Ich nähte mir in jungen Jahren auch selbst Kleider nach Schnittmustern, so im Stil von Jacky Kennedy. Diese Deux Pieces gaben elend viel zu tun, aber getragen habe ich sie fast nie. Einmal habe ich mir einen Jupe gekauft, der bis an die Knöchel reichte. Darin fühlte ich mich sehr wohl. Trotzdem verkürzte ich ihn auf Mitte des Knies. Hinterher habe ich das oft bereut.</p>



<blockquote class="custom-quote-block">
            <p>«Die Jugendmode wurde zum Zeichen des Widerstands gegen das bürgerliche, angepasste Leben der Eltern.»<br />
</p>
        
            <cite class="quote-author">Annemarie Voss</cite>
    </blockquote>


<p><strong>Annemarie: </strong>Der neue Stil beeinflusste nicht nur die Kleidung, sondern auch Frisuren und Make-up.<br>Erika: Die Frisuren waren auch ein brisantes Thema. Als 12-Jährige wollte ich unbedingt einen Bubikopf wie «alle» andern. Meine Mutter gab erst nach monatelangen Wortgefechten ihr Einverständnis und weinte meinen Zöpfen nach. Die Kurzhaarfrisur wurde für die meisten ein aufwändiges Unterfangen. Jedes Haar bekam seinen Platz. Es wurde toupiert und mit viel Lack gebändigt – und Windstösse waren der Horror. Meine Schwester, die sich über ihre natürlichen Locken nicht freuen mochte, befestigte ihre Haare über Nacht mit Klebestreifen, um sie zu strecken. Das Ziel war ein Bob, um die ich sie dann auch tüchtig beneidete.</p>



<blockquote class="custom-quote-block">
            <p>«Jetzt trage ich wieder einen Zopf und ziehe Röcke den Hosen vor. Meine Mutter würde sich freuen.»<br />
</p>
        
            <cite class="quote-author">Erika Kestenholz</cite>
    </blockquote>


<p><strong>Annemarie: </strong>Das aufsehenerregendste Kleidungstück der 1960er Jahre war der Bikini, der zwar schon länger existierte, sich jedoch erst in diesem Jahrzehnt wirklich durchsetzen konnte. In den 1970er Jahren bestimmten Schlaghosen, Hippie-Kleidung und lange Haare das Bild bei den Jungen. Der Stil reichte von Mini bis Maxi, jede Person kleidete sich nach eigenen Vorstellungen. Farbenfroh, auffällig und extravagant waren die wichtigsten Merkmale. Alternativ lebende jüngere Menschen gestalteten viel selbst: Aus Gardinen und Vorhängen entstanden neue Blusen, lange Kleider oder Hosen. Abgelegte Kleidungsstücke und Stoffe konnten günstig in Sammelstellen oder beim Roten Kreuz gekauft werden.<br>Der Punk brachte eine neue Dimension: Wer glaubte, es könne nicht schriller werden, wurde eines Besseren belehrt. Ketten, Nieten und Sicherheitsnadeln definierten die Mode, dazu wilde Frisuren und bunte Irokesenschnitte. Vivienne Westwood avancierte zur Ikone des Punk-Designs. Die Jugendmode wurde zum Zeichen des Widerstands gegen das bürgerliche, angepasste Leben der Eltern. Mode bedeutete mehr als Kleidung, Frisur und Make-up – auch Musik und Literatur gehörten zum Ausdruck einer neuen Generation. Allerdings war das alles nicht ganz neu. Das war schon in den wilden 20er Jahren zum Ausdruck gekommen.</p>



<p><strong>Erika: </strong>Jahrzehntelang war es mir eher egal, was ich trug. Die Kleidung musste möglichst bequem und pflegeleicht sein. Jetzt aber trage ich wieder einen Zopf und ziehe Röcke den Hosen vor. Meine Mutter würde sich freuen. </p>
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		<title>«Die Gäste reisten mit Kutsche und Pferden an»</title>
		<link>https://www.generationentandem.ch/parkhotel-gunten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[UND Generationentandem]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Jan 2026 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Der Schnee vom vergangenen Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Priska Troxler: Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Haus? Bruno Carizzoni: Die unvergleichbare Lage direkt am See mit Blick auf unsere Berner Oberländer Berge. Die Luft, die Weite, die Besonnung bei schönem Wetter von morgens bis abends. Und natürlich der spannende Gästemix. Mir gefällt unser familiäres Team, das mit sehr viel Leidenschaft und Herzblut arbeitet. [&#8230;]</p>
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<p><em><strong>Priska Troxler: Was gefällt Ihnen besonders an Ihrem Haus?</strong></em></p>



<p><strong>Bruno Carizzoni:</strong> Die unvergleichbare Lage direkt am See mit Blick auf unsere Berner Oberländer Berge. Die Luft, die Weite, die Besonnung bei schönem Wetter von morgens bis abends. Und natürlich der spannende Gästemix. Mir gefällt unser familiäres Team, das mit sehr viel Leidenschaft und Herzblut arbeitet. Die Rückmeldungen von unseren Gästen zeigen, dass sie die positive Stimmung in unserem Haus wahrnehmen und schätzen.</p>



<p><strong><em>Das Parkhotel Gunten galt im letzten Jahrhundert als eines der modernsten Häuser im Berner Oberland.</em> <em>Weshalb?</em></strong></p>



<p>Das Parkhotel wurde im Mai 1910 als Saisonhotel eröffnet und war von April bis Oktober in Betrieb. Alle Zimmer hatten fliessendes Wasser mit Lavabo. Zudem gab es auf den Etagen Badezimmer mit Badewannen, was damals keine Selbstverständlichkeit war. Die Korridore wurden sehr weitläufig gehalten und konnten mit einem Lift erreicht werden. Der Speisesaal sowie das Restaurant mit den hohen Räumen wirkten modern, geräumig und gediegen. Der grosszügige Park und der Seeanstoss tragen auch heute noch zum edlen Ambiente bei. Hinter der Dorfstrasse nach Merligen war die Stallung für die Gäste, die mit Kutscher und Pferden anreisten.</p>



<p><strong><em>Was hat das Parkhotel Gunten mit den geschichtsträchtigen Belle-Époque-Häusern gemeinsam?</em></strong></p>



<p>Die Geschichte und die Architektur des Parkhotels zeigen Parallelen zu diesen Häusern. So wurde das Hotel im Jugendstil und Neubarock erbaut. Dazu gehörten Olivenblätterornamente und eine grosszügige Architektur, die im ganzen Haus noch heute sichtbar ist. Ein «Pièce de Résistance» ist der beidseitige Treppenabgang, der in die Hotelhalle, den Saal und ins Restaurant führt. Die grosszügige Fensterfront ist ein weiteres Element, das in den Innenräumen mit Sicht auf den See und die Berge sehr beeindruckt. Der Charme und die Aura des Parkhotels sind spür- und erlebbar geblieben.</p>


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                    <div class="image-description text-start">Damals: Das Parkhotel Gunten am Thunersee, circa 1913.</div>
                            <div class="photographer-info text-start">Bild: ZVG, Parkhotel Gunten</div>
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    </figure>



<p><strong><em>Welchen Einfluss hatte die Corona-Pandemie auf den Betrieb?</em></strong></p>



<p>Während der Corona-Zeit war das Parkhotel durchgehend offen und sehr gut besucht. Wir hatten praktisch ausschliesslich Gäste aus der Schweiz und konnten viele neue Stammgäste dadurch gewinnen. Die ersten beiden Coronajahre waren sehr erfolgreich, weil wenige Schweizerinnen und Schweizer ins Ausland reisten. Im dritten Jahr pendelte sich der Besuch der Hotelgäste wieder im gleichen Rahmen wie in den Vorjahren ein.</p>



<p><strong><em>Wie herausfordernd ist es, ein Hotel mit einer solchen Vergangenheit zu führen?</em></strong></p>



<p>Wir versuchen stetig, uns den sich ändernden Gästebedürfnissen anzupassen. Sicherlich ist die Infrastruktur mit derart grosszügigen Räumlichkeiten eine Herausforderung für alle ähnlichen Hotelbauten dieser Zeit. Ich denke da nur schon ans Heizen oder die Reinigung. Heute würde man betriebswirtschaftlich und energetisch bestimmt nicht mehr so bauen. Wir versuchen, das Hotel mit Respekt und unter Wahrung der historischen Substanz dem Lauf der Zeit anzupassen. Aktuell stehen weitere Zimmerrenovationen im Fokus. Von unseren 51 Zimmern sind knapp die Hälfte in den letzten Jahren renoviert worden, die restlichen Zimmer werden folgen.</p>



<p><strong><em>Während der Belle-Époque-Hotellerie war der Personalbestand hoch. Wie sieht die Situation heute aus?</em></strong></p>



<p>Früher hat das Personal noch alles von Hand gemacht. Inzwischen übernehmen im Wäsche- oder Küchenbereich viele Maschinen die Arbeit. Der Fachkräftemangel hat sich nach Corona wieder etwas beruhigt. Nur Küchenpersonal ist nach wie vor schwierig zu finden. Es besteht eine hohe Fluktuation in unserer Branche. Das Wichtigste in der Personalführung ist ein Team mit guten Führungskräften. Die junge Generation legt Wert auf einen respektvollen Umgangston. In der Gastro-Hotellerie-Community ist man gut vernetzt. Es spricht sich schnell herum, wo ein guter «Groove» herrscht und das Personal gerne arbeitet. So gesehen profitieren wir von unserer familiären und menschlichen Atmosphäre im Team.</p>


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                    <div class="image-description text-start">Belle Époque heute: Das Parkhotel Gunten verbindet historische Architektur mit zeitgemässem Komfort.</div>
                            <div class="photographer-info text-start">Bild: Monika Hirschmann</div>
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<p><strong><em>Sie beschreiben sich als Mehrgenerationenhaus. Wie muss man sich das vorstellen?</em></strong></p>



<p>Wir haben sehr oft Gästegruppen mit Grosseltern, deren Kindern und Enkeln, die jedes Jahr bei uns übernachten. Mit unserem Spielzimmer, dem Spielplatz im Park und den Badestellen am See sind wir für Familien attraktiv. Auch das unkomplizierte und entspannte Ambiente in unserem 3-Sterne-Superior-Haus spricht Familien an. Wir mögen Kinder und sind uns bewusst, dass es manchmal im Restaurant auch etwas lauter werden kann. Da vermitteln wir auch mal zwischen den Gästen; es braucht Verständnis von allen Seiten. Übers ganze Jahr gesehen haben wir viele Familien aus der Region, die bei uns ihre Taufen, Geburtstage, Konfirmationen oder Hochzeiten feiern. Diese lokale Verankerung ist für uns auch wirtschaftlich gesehen wichtig, da Feste bei jedem Wetter durchgeführt werden und nicht nur, wenn die Sonne scheint.</p>



<p><strong><em>Was ist ein guter Gästemix?</em></strong></p>



<p>Es gibt einen hohen Anteil an Stammgästen; über das Jahr verteilt wohl gegen 50 Prozent. Punktuell beherbergen wir auch kleinere Gruppen aus dem In- und Ausland, doch der Fokus liegt klar auf dem Individualtourismus. Durchschnittlich hält sich ein Gast ein paar Tage bis eine Woche bei uns auf, in seltenen Fällen auch mal 10 Tage oder mehr.</p>


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                    <div class="image-description text-start">Entwicklungen, aber nicht Trends: Das Parkhotel Gunten geht mit der Zeit.</div>
                            <div class="photographer-info text-start">Bild: ZVG, Parkhotel Gunten</div>
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<p><strong><em>Wohin geht der Trend in der Hotellerie?</em></strong></p>



<p>In unserem historischen Haus sind wir möglicherweise etwas immuner gegen kurzlebige Trends wie spezielles Interior-Design oder die neusten technologischen Gadgets in den Zimmern. Dennoch spielen geänderte, flexiblere Essenszeiten wie auch andere Kommunikationsformen eine immer grössere Rolle. Mit der Digitalisierung prüfen wir derzeit in der Gästekommunikation die Einführung eines Chatbots. Momentan übernehmen diese Aufgabe noch unsere Reception-MitarbeiterInnen. Auf den Social-Media-Kanälen sind wir präsent, doch diese sind noch ausbaufähig. Wir merken, dass sich die jüngere Generation spontan und jederzeit via Handy, unabhängig von Wetter und Ort, informieren möchte. Wir sind nicht ein urbanes Lifestylehotel wie es sie in Zürich, Basel oder Bern gibt. Wir punkten mit der Lage und dem grosszügigen Park. Dies allein genügt jedoch nicht. Es ist das Gastgebertum, das schon immer hier gelebt wurde. Dies beinhaltet eine echte und authentische Gastfreundschaft. Mit Liebe – und aus dem Herzen.</p>
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