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Mediengesetz – Unterstützung für die «4. Gewalt»?

Die Demokratie braucht unabhängige Medien. Doch die klassischen Finanzierungsmodelle für den Journalismus ergeben kaum mehr Ertrag. Mit dem neuen Mediengesetz will der Bundesrat die Schweizer Medienlandschaft finanziell fördern. Eine demokratische Notwendigkeit oder eine Gefahr für die Unabhängigkeit der Medien?

Wann?


Wo?

Bistro, Gymnasium Thun Standort Schadau

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Auch als Livestream/Podcast: via Youtube

Die Einnahmen aus Inseraten und die Anzahl AbonnentInnen der Presse gehen seit Jahren zurück. Eine Zeitung zu finanzieren wird für kleine und grosse Verlage immer schwieriger. Auch die Finanzierung der digitalen Angebote ist hart umkäpft, internationale Konzerne wie Google beherrschen den Markt. Die Medienvielfalt steht unter Druck. Immerhin machen neue Onlinemedien wie die «Hauptstadt» in Bern auf sich aufmerksam. Vielmehr als eine Nische besetzen sie aber (noch) nicht.

Mit dem neuen Mediengesetz wollen Bundesrat und Parlament die Medien in der Schweiz stärker unterstützen und damit die Vielfalt fördern. Neu sollen auch auflagestarke Zeitungen – nicht nur die kleinen Blätter beim Vertrieb der gedruckten Zeitungen – finanziell unterstützt werden. Lokale Radio- und TV-Stationen sollen jährlich mit zusätzlichen 28 Millionen Franken berücksichtigt werden. Und Onlinemedien sollen erstmals auch Geld aus dem Fördertopf des Bundes erhalten. Auch die Ausbildung von Meidenschaffenden soll unterstützt werden.

Das Komitee «Staatsmedien Nein» hat gegen das Gesetz das Referendum ergriffen.

Das Podium

  • Ronnie Grob (46) ist Chefredaktor des Autoren- und Debattenmagazins «Schweizer Monat» und gegen das neue Gesetz.
  • Marina Bolzli (41), mit dem Onlinemedium «Hauptstadt» will die Journalistin für einen neuen Berner Journalismus und Medienförderung sorgen.
  • Michael Töngi (54), Nationalrat (Grüne), engagiert sich für mehr Medienförderung (er vertritt die kurzfristig verhinderte Aline Trede).
  • Christian Wasserfallen (40), Nationalrat (FDP) sieht keinen Grund für das Mediengesetz – er sagt nein zu nicht überlebensfähigen «Staatsmedien» und unnötigen Subventionen.

Politpodien von «und»: Brisant, kontrovers und fair

«und» das Generationentandem lanciert vor eidgenössischen Abstimmungen politische Debatten für Menschen aller Generationen. Nationale Persönlichkeiten verschiedenster politischer Couleur treffen aufeinander – moderiert und organisiert durch unsere freiwillig Engagierten. «So fördern wir den Dialog der Generationen zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen», erklärt der Initiant und Geschäftsleiter von «und» das Generationentandem, Elias Rüegsegger.

Partizipativ, digital und innovativ – so lassen sich die Podien beschreiben: Das Publikum bringt sich via Mentimeter in die Diskussion mit ein. Via Livestream können ZuschauerInnen aus der ganzen Welt zuschauen. Die Podien stehen später als Video- und Audiopodcast auf den verschiedenen Plattformen zum Nachhören bereit.

Partizipativ, digital und innovativ: Die Politpodien von «und» das Generationentandem. – Bild: Fabian Corpataux